Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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761
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114*115*. 1591 761

freundlich mit E. F. Gn. und mit allen dero kindern gemeint.E. F. Gn. will ich geliebts gott in gegen Wertigkeit in höchstemvertrauen, warumb ich dieses schreib, undertenig communicirn.

Sunsten hat herzog Hans pfalzgraf M. Gn. H. geschrieben undmitgeteilt, was E. F. Gn. an S. F. Gn.* die sach vor allerdingzerschlagen und darvor halte, das E. F. Gn. sich mit dem hernaclministratorn verbundlich und schliesslich eingelassen habe." Umzu verhindern, dass Pf. Johann aus Unkenntniss etwas, das derSache schädlich wäre, nach Jülich schreibe,hat M. Gn. H. eineDOtturft erachtet, H. Johansen etwas von meinem bericht, dochohue meidung der person, anzudeuten", wie aus der Kopie 1 zuersehen,und versichert sich M. Gn. H., E. F. Gn. werden sichalsolche austellung nicht missfalleu lassen, und ist suusten, so vildie schliessliche tractation belangt, dis mit E. Gn. meinung eins."

M. L. Sehr, an Fräulein Sibylla und die Briefe der DD. Gebelund Mathesius an die jülichischen Aerztesambt andere not-wendigkeit" sind bestellt und M. L. wird die Antwort der Doktorenbald bekommen. Ebenso wird M. L., wenn sie nach Ems kommt,alsdann nach Düsseldorf geladen, gefordert und geleitet werden.Und kan freulein Sibilla wol von E. F. Gn. erbeten werden, dassie ehe und uemlich gen Embs zu E. F. Gn kommen, wie ichauch freulein Sibilla undertenig angedeut habe." 2 Verehrungen vonWildpret, Ochsen, Hammeln und Wein erhält M. L.,wie E. F. Gn.hern brodern geschehen, 1 ' von den benachbarten Fürsten.

M. Gn. H. begert ganz freundlich, E. F. Gn. wollen mitdiesem laggeien oder sunsten, wen sie aus Preussen abreisen, deroreiszettel von tag zu tage I. F. Gn. zukommen lassen."

Düsseldorf. Cop.

115.* Kurpfälzischer Diskurs in Sachen der preuss-ischen Heirat. 3

Ratschlag eines" guligischen patriot.

Das beste Latein, so unsere voreitern gewüst, nutzlich ge-braucht und wol erzeigt haben bei freunden und gegen freunden,heischt: pugna pro patria." Diesen ritterlichen Spruch führtenund bestätigten auch etliche der Vorfahrenunseres jetz re-gierenden gnedigen landfursten" auf Turnieren und sonst inFriedens- und Kriegszeiten, womit sie sich und ihre Ritter- undLandschaft .behaupteten und höher und mächtiger machten; vgl.den vergeblichen Kampf eines Kf. von Köln mit grossem Beistand,auchi40OOO böhmischer Ketzer gegen Kleve und Mark. 4 Wäredieses pugua pro patria wie ehedem beherzigt worden, so hätte

* Offenbar eine Lücke in der Abschrift.

1 No. 113*.

* fl Vgl. hiezu III. 5S3. Der Danziger Physikus Dr. Mathesiusbegleitete die Herzogin auf ihrer Reise, Altpreuss. MonatschriftXXXV, 203.

3 Vgl. III, 601; 622 f.

4 Gemeint ist die Soester Fehde Erzb. Dietrichs IL von Köln1444-49.