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3 (1903) 1587 - 1592
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sonderlich bei den alten herrn geschieht". Deshalb sucht derAdministrator,weil er der kinder vil hat und bekommet", Durseinen Sohn mit dieser Heirat zu versorgen und M. L. ins Bocks-horn zu jagen.

Dagegen wird dieses Orts M. L. Tochter mit einem einzigenSohn versehen und geehrt,darauf die chur ohne mittel gwiss istund der alle dazu gehoerige landen allein hat, auch so nahegesessen und benachpart ist an unserem Vaterland, das er dem-selben wol besser helfen, auch dasselbig auf den fall zugleichpersönlich regiren kont, auch grafschaften und andere stattlichelehenstucke im lande zu eigentumb hat, die auch also bei dem landeuniirt pleiben."

M. L. wird im Vaterland und hier aussen viel erfahren, dassich nicht schreiben lässt, und würde es sehr bereuen sich mit demMarkgrafen oder Administrator jetzt weiter eingelassen zu habenwogegen,da E. F. Gn. einhalten und mit beiden freulein heraus-komen", alles gut und Brandenburg eher zu freundlichen Mittelngebracht wird,als wan E. F. Gn. sich auf die marggrävischediscurs, treuen und braviren oder auch glätte wort ergeben bette";wären sie der Tochter gewiss, so würden sie der Mutter über-haupt nicht mehr zu Willen sein. Obwohl sie allerhand von derErbeinigungvormalen", so weiss doch M. L.,was ich auf ihrenin sich widerwertigen discursen und vorgeben gesagt", nämlichdass die Erbeinigung sich nicht auf diese Lande erstrecke; hatseither vernommen, dass die Erbeinigungsverwandten im Fall derjülichischen Sukzessionunder inen selbsten wol solten an ein-ander wachsen". Zudem hat der Kaiser die Einigung für dasHaus Brandenburg nicht bestätigt,auch nicht zu confirmirnbedacht, aus Ursachen, die E. F. Gn. ich mundlich endteckenwerde. 1

Und wird also die keis. Mt. den hairat mit Pfalz sich ehe beliebenlassen als mit Brandenburg. E. F. Gn. werden sich auch gnedigzu erinnern wissen, was deroselben ich undertenig vertrauet vonder osterrischer [!] und spanischer carta blanca, die M. Gn. H.hiebevorn und noch neulich angeboten worden. 2

Da E. F. Gn. und dero fürstlichen lieben kindern neben desVaterlands wolfart mir nicht angelegen were und E. F. Gn. nichtmit so gnediger freiheit sich gegen mich erzeigt und gnedigbegert hetten, das ich auch ohne Simulation E. F. Gn. schreibensolte, kunte ich mich wol muessigen diese ding der fetern' zuvertrauen. Wann E. F. Gn. sich nicht furdern mit beiden eiternfreulein heraus zu kommen und dieselbige bei den landen be-kant zu machen, werden E. F. Gn. und sie (in warheit) umb dieanwartung in grosser gefar stehen und ehe darumb kommen, alsdas haus Brandenburg und E. F. Gn. selbst vermeinen. Dargegenkönnen E. F. Gn. nicht besser bauen noch gewissem, neueren undgetrauern rucken haben als dieses orts, da maus aufrichtig und

1 Vgl.

2 Vgl. über die letzten spanischen Anwürfe bei J. C. (durchlothringische Vermittlung 1589) III. 204; 315; hiezu La HugueryeIII, 242; 297.