752 1589 107*—108*.
23. Oktbr. 107.* Der hessische Sekretär Heugel an Landgraf
Heidel- W 1 U 1
Wilhelm.
berg
Besorgniss J. C. wegen des ungleichen Anzugs der Hülfs-truppen für Heinrich IV., der durch die langsame Zahlung desAnrittgelds an Franz Sohlender verursacht ist; J. C. Mahnungenzur Vorsicht vor Lothringen und den elsässischen Bauern anSancy und Dompmartin; wenn L. W. bei Ankunft der Gesandten12 000 fl. nach Frankfurt geschickt hätte, wäre dies alles ver-hütet worden.....J. C. sagt, L. W. solle Kaspar von Schon-berg gar nicht trauen; Seh. schrieb über den Mord Guise's anPlato: er habe so viel Tropfen aus den Augen fallen lassen alsBuchstaben darin (in seinem Brief) geschrieben stünden; an Mandes-lohe schrieb Seh., die Versöhnung des Königs mit Navarra werdeviele gute Leute, die bisher auf ihrer Seite gewesen, zum Abfallund Anschluss an Navarra bewegen. „Darbeneben bericht auchhochstgedachter pfalzgraf J. C, das er [Schomberg] mit desherzogen von Lotring hofmarschall dahin gehandelt, sein weih undkinder zu sich gein Nancy zu nemen, bis solang man sehe, wiedie hendel in Frankreich verlaufen"; warum, hat L. W. leichtzu erachten.
Marl). Frankr. 1589. IV. Or.
5. 108;* Der Kaiser an Khevenhüller.
15.
Novbr. Verweist auf seine Sehr, vom 16. April und 6. Oktober wegen
P ra §> der überlästigen Beschwerung des Erzb. von Trier durch dasspanische Kriegsvolk; schickt Copp. einer Instruktion Triers undAntwort Parmas hierauf sowie Or. eines Sehr, von Trier an denKönig selbst. Trier theilte seither noch andere Beschwerdendurch die luxemburgische Regierung mit, die er Kh. zuschickt.Kh. soll beim Kg. nach Ueberreichung der Parmischen Schreibennochmals um Entschädigung Triers anhalten sowie um kgl. Ein-schreiten gegen die luxemburgische „unnachparschaft"; sonst istEinmischung der andern Kff- zu gewärtigen.
Köln. Briefe 1589—92. Cop.