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da ein so guter Mittler und vertraulicher Unterhändler wie Fr.sich anbietet, Parma Befehl, falls die andere Partei siehzu gütlicher und rechtlicher Billigkeit bewegen lässt, darauf ein-zugehen. Sollte die Gegenpartei, ilie ihn zuerst ohne Grund beleidigthat, sich weigern zuerst die Offensive abzustellen, so kann Fr.daraus merken, das „si E. L. nit so hoch achten und zu ir sogrosse lieb tiagen als wir", den Fr. bei jeder Gelegenheit alsseinen wahren guten Freund und Bruder erkennen soll.
Kopenhagen. Span. A. Or.
15. Juli 90.* Johann Casimir an Markgraf Jakob von Baden.
berff Warnung vor J. Teilnahme an dem niederrheinischen Kriegs-
wesen (laut dessen Sehr, aus Bonn 29. Juni), unter Erinnerungan die Werbung seines Hofdieners Hans Christoph S'-her vonSchwarzenberg und J. hierauf am 8. Nov. 1584 erfolgten Besuchbei ihm zu Igeiheim; hatte gehofft, seine damaligen Vermahnungenwürden J. das Herz getroffen und erweckt haben. Wiederholtdiese Erinnerungen an ,J. Eltern und Jugenderziehung u. s. w.Auch die zeitliche Gefahr, üble Nachrede u. s. w. ist bei einemsolchen [kurkölniselienj Dienst zu bedenken. Tut dies, ,,weiln sie[E. L.] uns hievorn zu eim vater auf und angenommen''. VonErteilung der Zollfreiheit könnte natürlich in diesem Fall nichtdie Kede sein. 1
Wiesbaden. Dill. Arch. A. 470. Cop.
22. Juli 91.* Leicester an Christian von Sachsen. 2
Befürwortet den Wunsch des Grafen Wilhelm Ludwig vonNassau die zweite Tochter Orauiens Anna zu heiraten gelegentlich
1 Vgl. II. 445. — J. Antwort, Lager vor Rheinberg 12./22. August,verweist u. a. auf sein Freundschaftsverhältnis zu Köln und auf dieUndankbarkeit des Gebhard Truchsess gegen ihn und weist scharfJ. C. (wohl auf Anstiften etlicher Diener zurückzuführende) „injurien"zurück, die er für je:zr, soweit es mit seiner Ehre verträglich, aussöhnlicher guter Meinung nachsehen wolle (Wiesb. Cop.). — üebereine Interpellation J. durch Wiirteinberg wegen Religion-iwechsels imDezember 1587 vgl. Wi-ech in der Zeitschr. f. Geschichte d.Oberrheins XLVI, 1892, S. 656 ff.
5 Hr. Liebenwerda 9. Sept. Der Gesandte, Dr. Dietrich vonEgmont und Nienborch, Mitglied des hohen Rates von Holland, über-reichte gleichzeitig ein Kondolenzschr. Leicester's zum Tod Kf.Augusts, Utrecht 1. Juli, un I ein solches vom Grafen Moritz vonNassau, Middelburg 31. Juli (ebd. Or.). Uie (lat.) Werbung des Ge-sandten betraf ausser der obigen Sache die Bitte um Mitteilung ver-schiede, er Uikk. und Sendung eines Bevollmächtigten, da GrafMoritz und dessen Schwestern b i der feind icheu Okkupation ihrermeisten Besitzungen die Herausgabe der mütterlichen Mitgift auf ge-richtlichem Weg erreichen wo Iten. — Das II. 463 im Auszug wieder-gegebene «ehr. Leicester's an S6gur bereits abgedruckt bei Prins-ter er II, l, 30 f.