Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
735
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nicht französisch. Von den andern Sachen, über die er P. Mein-ung zu hören gewünscht hätte, ist die erstele faict du mariageet alliance", die er für P. als Statthalter der Niederlande sehrvorteilhaft erachtet und die ihn überdies in nähere Verbindungmit P. gebracht hätte; wollte sie bei P. zuerst anregen, ob-wohl er aufgefordert warpour procurer le dit mariage ä un aultreprince fils d'un grand seigneur". 1 Der Ort, an dem man ihnerwartete, geht aus dem beiliegenden Zettel von einem andernBrief hervor. Bedauert die Verschiebung ihrer Zusammenkunft.Das Projekt der Schiffbarmachung und seine Vorteile für Spanien;der König wird doch eine solche Gelegenheitpour immortalizerpar un si grand ouvre son nom" sich nicht entgehen lassen. Salz-handel.....

Brüssel, secr. allem, reg. 480 f. 167. Eigb.

89.* König Philipp Il.von Spanien an König 12.

Friedrich von Dänemark. 2 ^._

Juli(Betreffs der niederländischen Rebellion verlangt er für sich das jjjscurialgleiche Recht die Religion der Untertanen zu bestimmen wie andereFürsten; hat keine Schuld an dem Krieg; will trotz eines begründetenMisstrauens gegen England die Vermittlung Dänemarks annehmen.)

Auf Fr. durch den dänischen Hofjunker Wilhelm von derWens überbrachtes Sehr, aus Kronenburg vom 1. April. Dieniederburgundische ganz grundlose Rebellion gegen den natür-lichen Herrn muss ja die Teilnahme aller Könige und Potentatenerregen. Dagegen lehnt er das Ansinnen die Seinigen durchFreiheit der Konszienz zu Ruhe und Gehorsam zu bringen ab,,,dieweil es unter andern 'potentaten ohne ainige widerred breuch-lich ist, das si kain andere frembde religion iren Untertanen ge-gestatten noch zulassen dan allain die irige, in ansehuug und be-trachtung so der religion als auch gueter regierung und Ordnunghalben. Warumb solt uns das weniger als andern zugelassenwerden?" Er fühlt sich im Gewissen verpflichtet, die alte wahrekatholische Religion zu handhaben,weiln andere in iren landenneue irrige und verfuerte oppimiones handhaben und beschützen".Nur darum handelt es sich, dass er seinen Untertanen den Un-gehorsam gegen die römische Kirche nnd unsern allerheiügstenVater, der sie als Christus unsers Herrn Vikar auf Erden re-giert, nicht zulassen will; man soll ihn nicht mit anderem Massmessen, als mit dem,so ein jeder sich in seinem haus ge-brauchet". An dem Jammer dieses Krieges trägt er keinerleiSchuld.

Die böse Nachbarschaft Englands widerspricht den altenVerträgen mit den niederburgundischen Erblanden, die ernst aus-gelegt sich nur auf die Herren beiderseits erstrecken und keinenVorwand für Empörung der Untertanen geben. Trotzdem gibt er,

1 Vgl. No. 71.-=

2 Vgl. No. 83.*