732 1586 83*—85*-
ser mi Daniae Norvagiae etc regis ad regem Hispauiarum primoaprilis ao. etc. 86").
Kopenhagen. Span, Niederl. A. Cop.
19. April 84,* Instruktion für den nach England abgeordneten
K°pen- dänischen Rat Heinrich Ramel.
nagen
König Friedrich von Dänemark bietet Friedensvermittlungzwischen England und Spanien an, als beiden Parteien verwandt,mit Spanieu seit dem Vertrag von 1544 zwischen Karl V. undseinem Vater eng verbunden; hat sich brieflich an Spanien gewendetnnd erwartet dessen Erklärung; sein Vorschlag entspricht dem vonEngland publizirten Ausschreiben und dem Bericht des GesandtenWilloughby (Freistellung der Religion und Erhaltung der Privilegienin den Niederlanden). Im Fall der Ablehnung von Seiten Englandsund auch sonst soll der Gesandte darauf dringen, dass jedenfallsdie commercia nicht ganz gehemmt werden, da dies alle andernNationen gegen England reizen könnte, und zugleich verschiedeneBeschwerden betreffs der Schiffahrt anbringen, Hülfe mit Kriegs-schiffen und Anhaltnng der Kauffahrer ablehnen wegen jener ewigenBündniss und Bruderschaft des K. mit Spanien. Im Privatjsesprächsoll der Gesandte der französischen Legation erwähnen, der Königinallein vertraulich Aufstellung eines möglichst starken fremden undeignen Kriegsvolks ohne Ansehen der Kosten empfehlen, ferner beiihr wegen der schottischen Ileiratssache sich erkundigen, endlichüber das französische und navarrische Kriegswesen sich unterrichten.
Kopenhagen. England A. Or.
21. April 85.* Christian von Sachsen an Johann Casimir.Salza
Auf J. C. Sehr, vom 11. Würde die von J. C. gewünschtepersönliche Zusammenkunft gleichfalls sehr gern sehen, ist aber bisPfingsten durch die Erbhuldigung und nachher durch andere driug-
1 Kgl. Erapfehliingssehr. für Weuse an Parma und Verdngo gl.Datums ebd. Vgl. II. 453 A. 2; Gott. Gel. Anz. 189/, S. 319 A 1;190i, S. 513 A. 3. — Khevenhüller an den Kii^er, Madrid 7. 17. Juni1586: Vor etwa 12 Tagen kam ein dänischer Gesandter, ein Edelmannaus Lüneburg Wilhelm von der Wenrz hier an, mit einem deutschenSehr, sieben Bugen lang an den hiesigen König und mit dein Befehlbis zu einein Monat auf-Antwort zu warten. Hat trotz der hiesigenGeheimhaltung der Siehe durch seine Korrespondenten erfahren, dassGranvela dem Gesandten eröffnete, der K. trage Bedenken ihn per-sönlich vor ulassen, da er allein, „auch nicht mer als soviel eissernansehen nach qualificierf komme. Gr., mit dem der Gesandte wegenseines unvollkommenen Französisch deutsch sprach, aber sich fran-zösisch antworten Hess, versprach das Sehr, dem K. zuzustellen.Vernahm vertraulich, „que al car'linal Granvela no pareciö mal elofficio que hasia el rey de Denemarkha y sus oflfrecimientos". Einweiteres Sehr. Kh. vom 16./26. Juli teilt mit, der K. habe auf Kh. Gut-achten den Gesandten vorgelassen und mit einer Kette beschenkt, abereine ablehnende Antwort gegeben.