Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
683
Einzelbild herunterladen
 

41*42*. 1583 683

pfälzischen ausschreiben 1 weiter zu deduciren wissen; auch vorunser einfältige bedenken darneben anzeigen mugen, das dies soeine gelegenheit und unsers erachtens von gott selbst geschicktsmittel were, alse bei und nach D. Lnthers seligen erleuchten zeitensich keine zugetragen, auch sobalde, ja wol nimmermehr wiederzu erwarten were."

Wolfenbüttol. Acta publ. Julii 76a. Or.

42.* Zuleger an Johann von Nassau. 16. Oktbr.

TTprJ/1 ao_

(Würtemberg und Pfalz. Für Gebhard Truchsesa die Kreishülfe in ^eimAnspruch zu nehmen, bei Oranien die versprochene Unterstützungvon Seiten der Staaten, durch Albrecht von Nassau die EinwilligungSachsens und Brandenburgs zu erwirken. Die Grafen sollen J. C.zum Festhalten an den Weg, den er selbst seinem Bruder zugemutet

hat, ermutigen.)

Der Herzog von Würtemberg, der am 12. bis in die Nähe vonHeidelberg gekommen war, ist auf die Kunde vom Tod des Kf.umgekehrt. 2So hab darneben I. Ch. Gn. 8 ich erindert, das jetzonunmehr nix hohers zu tuD, dan diese sach causam communemder kreishulf zu machen, wi auch der churf. zu Saxen anfangsdieser colnischen sachen geraten hat, auch von weiland hochge-dachtem pfalzgraven versucht worden, endlich aber uf der geist-

1 Das kurpfälzische Ausschreiben eines evaugel. Konvents vom21. August, II. 205.

2 Vgl. II. 228 A. 1. Dohna berichtet in seiner Selbstbiographiebezüglich der im Testament Kf. Ludwigs ernannten Kontutoren:Alsnu M. Gn. H. noch mit dem kölnischen Kriege occupiert war, M. GeorgFriedrich auch in Preussen und die andern contutores so bald sichnichtkunten resolviren, insfigirten sieden altenherrnherzog Reichartenpfalzgrafen, das er sich [nach dem Tod des Kf.] forderlich nachHeidelberg begeben und im namen der coututoren die possession ein-nehmen solt; sie wolten balt hernach kommen. Solches wart M. Gn. H.alles berichtet, derowegen sich I. F. G. uf einen oder den andern wegmüsten resolviren. Causam Coloniensem kunt man nicht wol verlassensine maximo reipublicae praeiudicio. Solten I. F. Gn. die contutoreshaben lassen ins nest kommen, so hetten sie I. F. Gn. vor der türlassen sitzen und die ganze Churpfalz in handen behalten. Ex duobusergo malis minus fuit eligendum, und resolvirten I. F. Gn. sich in dernacht, naher der Pfalz (doch war solches zuvor, sobalt man zeitunghette, das churf. Ludwig pfalzgraf gefehrlich krank were, mit churf.Gebhart beratschlagt und geschlossen) wieder sich zu begeben. Zogenalso mit wenig pferden in gottes namen fort und kamen glücklichzu Heidelberg an. Herzog Beichart war schon underwegens, als eraber vernahm, das herzog Hans Casimir schon im nest und ihme denweg verrant, zog er wieder zurük". J. C. vermerkt in seinem Kalen-der 1583: 13. Oktoberjegermeister ankörnen"; 16.:jegerm«isterwegzogen .... Hans Henrich aporta nouvelles churf. P. totlichenabgang". Am 19. kam der Reiterausschuss noch einmal zu J. C,gemeut und sich sehr unnutz gemacht"; 20. nahm J. C. seinen Ab-schied von den Reitern und dankte seine Aufwärter ab; am 22. warer in Heidelberg.

8 Gebhard Truchsess.