682 1583 40*—41*
3.Oktober 4.Q* Wilhelm von Baiern an Possevino.
München
.... Bekehrung Kursachsens; „intelligit certe haereticoruminconstantiam et fraudes, amat honestatem, iusticiam colit, quaemagna sont superinducendae verae religionis subsidia" ; dagegenzwei Haupthindernisse: „pudor nimirum saecularis ac mundanus
et male possessorum conscientia......Sumusque nos in spe
minime exigua, eura, qui hominem Jhesuitam in maxiraarum rerumdeliberationem ac familiaritatem iam admisit, non laturum graviusut is, quae suae sunt professionis, apud ipsum peragat".
Rom. Germania 94, 346.
15. Oktbr. 4J* Instruktion des Herzogs Julius von Braun-Heinrich- „„. r,. • IT f. j. T i. r\
stadt schweig für seine an Kurfürst Johann Georg.
abgefertigten Gesandten. 1
(Die Sache des Gebhard Truchsess trotz der Gerüchte über seinen
Calvinismus und seine früheren Beziehungen zu seiner jetzigen Ge-
mahlin nicht fallen zu lassen, sondern als eine Religionssache und als
ein von Gott selbst gesandtes Mittel zu behandeln.)
„Wurden unsere abgesandte darauf vermerken, das wie unsetzlicher massen furkommen, der herr churf. zu Brandenburg auchdaher von dem herrn churf- Gebharden zu Coln abwendig undS. L. partibus ungewogener gemacht werden wolten, das S. des zuColn L. ausgegeben wurden, alse solten sie mit dem Calvinismobeschmitzt und demselben anhengig, und dan auch mit S. L. ge-mahlin vor volnzogenem belager Unrichtigkeiten geargwohnet wordensein: so werden unsere abgesandte alle bewuste gelegenheit undsonderlich wi der von der Luhe den herrn churf. in religions-sachen und sonsten vermerkt, und sonderlich auch dies zu be-richten wissen, das uns in neuligkeit furkommen, also solte derherr churf. zu Brandenburg nicht allein vor sich in zweifei stehen,sondern auch bei andern stenden solches andeuten, ob diese cöln-ische eine religionssache oder nicht, und dargegen anzeigen, daswir unsers teils es eigentlich für eine religion und solche sachehielten, deren sich die protestirende stende in gemein billig anzu-nemen; ja die sache were geschaffen, wie sie wolte, uns unserseitsderen mehr zu erfreuen den zu erschrecken hetten; und dogleichder churf. Gebhard calvinisch und es mit S. L. gemahl nicht clarsein solte, so gebe doch oder neme solches der haubtsache nichts,und were die desshalben nicht zu verlassen, wie unsere theologisonderlich des Calvinismi halben es selbst widerrieten und Paulusder apostel des bei der kirchen gottes niemals entgolten bette, daser vor seiner erleuchtung und bekerung die gemeine zum eusserstenverfolgen helfen, mit mehreren, wie die unsern ohne unser fernereunnötige ausfuhrung wol zu tun und was hieher dienlich, aus dem
1 Die Gesandten waren Heinrich von der Luhe, Kurt von Schwei-chelt und Wolf Ewert. Aus der Instruktion ist hier nur die auf diekölnische Sache bezügliche Stelle wiedergegeben.