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für die Christen in Frankreich und für die französischen Bezahl-ungen schlimme Folgen haben; der König werde die Deutschennicht mehr fürchten, der Kf. aber den Unwillen des Adels undKriegsvolks auf sich laden. „Letzlich kompte er in dieser replicauch uf die lehr von der ubiquitet, das es ein greuliche unerhörtelehr und atheismus sei, die keinen bestand haben könne, und dörfman nicht zweifeln, sobald das neu buch, so Schmidtlin jetzt machetund ein neu corpus doctrinae sein soll, ausgang, werden die Sachsenselbst darwider öffentlich schreiben, und ander mehr, wie ichsgelesen, aber nit alles behalten mögen. 1
Das ist aber gewiss, das der churfürst selbst kein Ubiquitistund diser lehr nit zufellt. So beschempt sichs auch unser D. Widem-bach diser doctrin, und irret M. Gn. H. seins herren vaters jetzogetruckte confession nit wenig, 2 also das es mit der enderung nochwohl verpleiben würd. Zudem mangelt es auch an leuten, hatniemands mit sich bracht als den predicanten. Es were gar gut,das ein gemein gespräch angestellet würde von allen reformirtenkirchen. Die pfälzischen theologen erpieten sich dahin und begerensonst nichts dan das sie gehört und mit göttlicher schrift überzeugtwerden. Es ist dies allein zu beförchten, das die fürsten unsererreligion irgent von wegen des Streits vom nachtmal ein conventumanstellen und in abwesen oder unverhört des andern teils einerconfession vergleichen und darnach dieselbig dem herzogen 8 auchzu underschreiben zuschicken. So ist ohn zweifei, wann sie daswertlin „corporaliter" inhalt, das ers nit tun würd". Uebrigenswerden sich mehr finden, die das nicht tun. So sind die Land-grafen mit den würtembergischen und sächsischen neuen Theologengar nicht eins, wie aus dem neulich überschickten Sehr. L. "Wilhelmsabzunehmen; wollen von der Ubiquität nichts hören. „Die stattStrassburg hat mit abschaffung der welschen kirchen auch vil erger-uus geben und mehr schaden getan, dann der churfürst selbst.*Dann wir halten die französisch kirch noch hie, wie bei leben desalten churfürsten, würd auch nicht leichtlich abrogirt. Es trägtvil uf sich, und verfolgen wir einander selbst, dörfen sonst niemandsdie schuld geben; weren wir eins, so wer Teutschland geholfen,da zu besorgen, das, wie D. Bidembach selbst neulich uf der canzelhie gesagt, Teutschland von wegen dises Streits zu grund gehnmüesse; welchs gleichwol schröcklich zu hören. Der liebe gottwolle zu christlicher einigkeit gute getreue herzen und gemüterverleihen. Amen".
Str. A. A. 722. Or.? Cop.?
8.* Kurfürstin Elisabeth an Landgraf Wilhelm. 11. Juni
(Ihre Stellung im pfälzischen Bruderstreit. Neustadt zur Kur gehörig.Die Räte des Kf. noch alle calvinisch. L. W. durch die Anhänger J. C.beeinflusst. Ehern ein nichtswürdiger Mann, für den sie nicht bitten
i Unterstrichen. Vgl. I. 40; Mieg I, 226; Struv S. 296 f.2 Vgl. I. 52 A. 1.8 Johann Casimir.1 Vgl. I. 52 A. 2.