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3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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646
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646 1577 7*.

1577.

(April) 7.* Bericht aus Heidelberg nach Strassburg. 1

(Kf. Ludwig wieder in Heidelberg. J. C. in Alzei. Schwierigkeitder Eel. Aenderung. Die Heidelberger Supplikation und J. C. Sehr,an den Kf. Der Kf. selbst kein Ubiquitist. Gedanke eines Rel. Gesprächs.Stellung J. C. und Hessens. Die französische Kirche in Strassburg.)

M. Gn. H." kam nebst Gemahlin und Herzog Reichardden

4. dis" mit wenig Volk hier an; . . will am 22. auf 6 WocheninsEmserBad. Handschuchsheim, Venningers Tochtermann, wurdeam Ostertag vom Schlage getötet.Zu Alzheim hat herzog Casimirmit den rittmeistern getagleistet; was geschlossen, pringt die zeit.'M. Gn. H. last noch alles im alten stand verpleiben- Doctor Ehernist noch canzler. Mit verenderung der religion will es noch vildeliberierens nemen und hart heben". Berichtet über die von J. C.vermittelte Supplikation der hiesigen Räte und Bürgerschaft anden Kf., die bisher geübte und erkannte wahre Religion bleiben zulassen, worauf der Kf. dies für eine Konspiration und Anstiftungstörriger Köpfe erklärte und auf das Beispiel seines Vaters ver-wies. Herzog Casimir erwiderte, er habe zu der Supplikation nichtgeraten, könne es aber für keine Konspiration halten. Der Vaterhabe nichts übereilt, sondern zuerst Gespräche und Disputationenveranstaltet, sich selbst daran beteiligt. Er und die Prediger seienzu Gleichem erbötig.I. Ch. Gn. understehen mehr, dann die kais.Mt. und alle stend des reichs uf dem reichstag zu Augspurg ao.etc. 66., als I. F. Gn. ihrem herren vater die bibel dargetragen, 8haben understanden, da sich endlioh niemands mehr funden, derI. Ch. Gn. sich widersetzt; mit erinnerung, das er der churfürstseines abgestorbenen herren vaters reputation und letsten willen inmehren ehren pillich halten, dan das er der leut unerhört einsmalsalls uf ein häufen stossen soll, in erwegung, da ihr herr vater vonwegen der religion die zeit seines lebens so cristlich und eiferiggewest, auch vil drüber haben aastehn müessen. Vornemlich seizu betrachten, das man mit disen dingen die grosse ursach denPapisten geben, gegen der reformirten religion zu tirannisiren unddem papst ein jubileum draus zu machen". Besonders würde es

1 Kf. Ludwig kam am 4. April nach Heidelberg zurück. Derobige Bericht ist vor den kirchlichen Aenderungen am 20. und derAbdankung Ehems u. a. am 21. verfasst; vgl. Mieg I, 228 f; Struv

5. 298; Cuno, Tossanus I, 113.

2 Vgl. I. 46; J. C. Kalender 1577: 18. März (Neustadt)meinegesandten aus Frankreich widerkomen"; 1. April (Lautern) Musterungder Landsknechte durch Georg von Carlewitz im Schloss; 3. BilsteinLothringens Gesandter kommt; 6 Schweizer Hauptleute; 12.istBilstein D. Peutrich wider von Frankfurt ankommen", ferner LaPersonne, Argenlieu, Oberst Gabriel von Dispach, Graf Philipp von Nassau.

3 Vgl. I, S. 15 A. 3; eine weitere Belegstelle in der Epistolaconsolatoriaad.. J. Andreae et L. Osiandrum (Heidelb. 1584)S. 14 (coram ordinibus evangelicis"); ungenau in einem Sehr, desTossanus bei Cuno II, 74:coram toto Imperio".