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3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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629
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684. 1592 629

ßg4 Johann der Aeltere von Nassau an (Ludwig von 16. März

Sayn-Wittgenstein?) 1 Dillen-

burg

(Eine in den Niederlanden für Pfalz zu betreibende Sache. Grünrade'agefährliche Politik und Zerwürfniss mit dem Kanzler und den Geist-lichen. Politische Erziehung der jungen Grafen von Hanau am pfälz-ischen Hof.)

Das I. Ch. Gn. dieselbe beede Vorschlag danieden durch denvon Barenveld 2 oder wen sie sonst dorzu dienlich erachten möchten,ufs ehist möglich ins Werk stellen wolte, auch ich davon unseumb-lichen avisirt werden möchte, uf das ich nit allein mein schwagerden von Winnenberg, welches ankunft ich gegen dem 18. huiusalhie erwartend bin, hievon desto bass informiren, sondern auch

7. Juni 1602 vermerkt zu den Verhandlungen von 1583 (vgl. Br.J. C. II. 93; 240 A. 1) noch eine Relation des D. Tobias Zorer vom3. Oktober, der Kt. [Ludwig] habe die Erbeinigung unter den Pfalz-grafen für sehr nützlich und nothwendig erklärt, doch müsse manBaiernals ein furnem glied des hauses Pfalz" auch beiziehen.Pf. Johann schrieb am 14. Oktober, wenn auch Baiern nicht gleichdazu zu bringen, sollten doch die andern Pf. unter sich abschliessen.Für die späteren Jahre finden sich im gleichen Libell noch einigeVermerke. Am 16. Juli 1589 erklärten sich laut einem neuburgischenProtokoll Zorers die Bäte gegen neue Generalvereinigungen nachGelegenheit der Kurpfalz und des Hauses Baiern; die alten seienDoch in Kraft; aber auch wenn dies nicht der Fall wäre, sollteI. F. Gn." [Philipp Ludwig] doch Bedenken tragen, angesichts derMöglichkeit einer Verwicklung in das französische und niederländischeKriegswesen sowie derseltzamen hochschädlichen religionsender-ungen" sich in irgend eine Erbeinigung einzulassen;herzog Hansseie seltzam, menge sich in allerlei religion- und kriegshendel" ; auchwürde durch solche pacta den jüngeren Brüdern mehr Hoheit undDignität tribuirt als ihnen nach dem väterlichen Testament gebühre.Trotzdem begegnet zum 20. Juni 1591 wieder der Vermerk: BeiH. Johann der Erbeinigung angemahnt; zum 22. August:H. Johansitidem und tuet dobei meidung, als ob der herzog in Baiern die erb-einigung zu erneuren selbsten begert"; worauf Phil. Ludwig am

8. Sept. antwortete, Baiern habe sich nur damit einverstanden erklärt,dass bei den Kanzleien nach den vorhandenen Erbeinigungen ge-sucht werde. Zum ii6 August:H. Job. Casimir will die erneurungder erbeinigung auch mit befurdern helfen"; zum 2. Oktober:Solcheerklerung ist Baiern zugeschickt"; weiter s. d.:Baiern will H.Joh. Casimirs weitere erklerung dorunder erwarten". In den kurpfälz-ischen Akten war leider über diese Beteiligung J. C. an den Ver-handlungen nichts zu finden. Darüber, dass Baiern sich 1591 vonNeuburg Archivalien zur Verwertung in seiner Streitsache wegen derPräeminenz und Session gegen Oesterreich erbat, vgl. Mb. 335/17;hiezu Stieve IV, 172 f; oben No. 393; 405.

1 Das Sehr., von dem nur die beiden letzten Blätter erhalten sind,dürfte an den oben bezeichneten Empfänger gerichtet sein; vgl.No. 680.

2 Oldenbarnevelt; vgl. No. 633.