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3 (1903) 1587 - 1592
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Februar remedia au die Hand geben würde,so gebe ich dero selbst gnedig-März lieh heimb bei sich zu erwegen", ob es bei den obigen Leutenratsam,das E. Gn. ihre gedanken (welchs gleichwol gut weredas es in gesambtem rat geschehe zu I. Ch. Gn. iuformation unddas ohne zweifei auch E. Gn. wurden beifall finden) bei andernraten solten offenbaren". Wer will das wagen bei Leuten, die alleconsilia zur Erhaltungunser der Calvinisten lehr, wie sie sienennen", als wider den Kaiser und die andern R.Stände, besondersdie Pfaffen gerichtet betrachten,welcher I. Mt. sie allein undkeinem andern herrn sie sich underworfen zu sein erkennen, undalso in consiliis, die wider I. Mt. gehen, nicht sein oder sitzenwollen". Sie meinen auch, die Erhaltung genannter Religion seiein Untergang aller Stift und Klöster,so sie ihre hospitalia nennen,darzu sie mit rat nicht zu helfen gedenken". Sollten sie auchanfangs dazu schweigen, so behalten sie doch alle solche consiliaim Herzen und bauen heimlich dagegen; und hören sie, wie schwachman istund wie man muss an benken gehen und sich behelfen",so gibt man sich nur bloss und Ursache zum Entgegenwirken.

Daher folgt, dass Grünrade mit seinem Ratzu erhaltungderer vom adel freiheit, wie sie pflegen ihren wan zu neuueu, dassie allein dem kaiser und nit Pfalz von ihrer leben wegen under-worfen oder zugetan seien", die Erhaltung der Religion,die mirdoch nit zweifelt, das er die von herzen suche und begere zuförderen", in die äusserste Gefahr setzt.Er communicirt auchnicht mer, wie er junior pflegte zu tun, mit keinem gelerten (wiedie vom adel andere ausserhalb ihres ordens pflegen zu nennen),weder mit theologis oder politicis und antwortet auch auf keinetreue Warnungen und schreiben, die man ihme tut, sondern feretalso fort und wils doch keinen namen haben". Was solche Leutebei eiuem jungen Herrn Gutes schaffen können, wird leider dieErfahrung zeigen und ihre Reue zu spät kommen.

Eine vonE. Gn." ad partem beim Kf. angebrachte Ermahnungzu zeitiger und guter Resolution würde der Kf. doch nur Grünrade,dieser Hütten, dieser wieder den andern vom Adel mitteilen, die inAnwesenheitE. Gn." heimlich,wan sie hinweg", offen dagegen arbeitenund dem Kf. jede Gefahr gering erscheinen lassen würden, ihn ausser-dem mit Spielen, Jagen, Kurzweil u. a. deliciis von allem ferneremNachdenken abhalten,bis die [Gefahr] noch kommen und I. Ch. Gn.überfallen wird" und er in Ermanglung zeitiger Resolution die nächstenbesten ihm vom Adel an die Hand gegebenen Mittel ergreifen muss,um nicht um Land und Leute zu kommen.

Trotzdem könnteE. Gn.", wenn heut oder morgen ein solcherFall einträte, das Unterlassen jedes Versuchs beim Kf. nicht aufihr Gewissen nehmen, ohne von sämmtlichen in Mitleidenschaftgezogenen Kirchen der Christenheit den Vorwurf der Feigheit undUnachtsamkeit gewärtigen zu müssen.Sovil ist darau gelegen,gnedige herren, das nit einer oder zween allein aus ihrem hirneinen statum machen".

Die Abhülfe ist deshalb so schwierig, weil der von jedermannfür den berufenen Doktor und medicus Gehaltene selbst am Schwäch-sten und Kränksten ist und durch sein erstes Fundament den