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3 (1903) 1587 - 1592
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622
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Februar seinem herrn treuen dinst zu leisten. Aber er kömbt mit seinen

~rr: ratschlagen nicht ans licht, damit man die probiren könne und

arz möge, ob sie gut oder schedlich seien, ob sie den stich halten oder

nicht, sondern er feret fort und bringt die durch den von Hütten

als I. Ch. Gn. rat, welcher das ander I. Ch. Gn. ohr innen hat

in executionem.

Der von Hütten ist derjenige, so I. Oh. Gn. verwaret, daskeiner zu I. Ch. Gn. komme, der etwas sage oder einbilde, danwas ihnen beiden gelegen.

Wie nun diese beide den rat bestellen und besetzen, das istwol nachdenkens würdig. Dan seind das nit regulae generales inallen regimenten, quod concordia res parvae crescant, discordiamaximae dilabantur?" Dass ein Rat mit einem Ziel und Sinn allenBeschwerungen leichter abhelfen kann als einer mitzween oderdrei scopi"? Dass ein in ihm selbst uneiniges Reich nicht bestehenmag, wie Christus bezeugt?Wie können die, so die wäre religionentweder nit verstehen oder darin nit uf gutem gruud stehen oderderselben ganz zuwider seind, zu dem selben scopo die zu erhaltenhelfen, raten und den herrn selbst darin bestetigen und confirmiren" ?Kann ein Wagen mit einem Pferd vorn und einem hinten vor-wärts gehu ?

Diesem allem und ex diametro zuwieder so setzen sie in ratvom adel, die entweder Schwenkfeldisch oder sonst der 1er, so siecalvinisch nennen, feind und die lieber abzuschaffen dan zu fuer-deren helfen wolten und auch, do es zu gefaren kommen solt,darzu helfen wuerde. Solche seind etzliche, so meniglich wolbekant. Zum Teil seind sie junge, doch gelerte und erfarene leut,auch der religion zugetan, aber die erst bei wenig zeiten zu denhandlungen kommen und denen die alten nutzlichen ratschlege unbe-kant. Von gelehrteu aber unbeständige wankelmuetige leut, diewol durch ihre unbestendigkeit anzeigen, wie sie die religion ver-stehen, wie sie darzu affectionirt, was sich uf dieselbe zu verlassen,wan solche öffentlich verantwortet soll werden; summa, die ufsickselbst sehen und sehen uf die vom adel, damit sie gunst behaltenund gross werden"; oder, ob sie gleich gelehrt, gottesfürehtig, dieReligion verstehen und bekennen,jedoch von natur also blöd undverzagt," dass sie allein nicht mächtig genug sich bösen Ratschlägenzu widersetzen oder ihres Herzens Gemüt zu offenbaren, da solcheseinem weisen Mann denen gegenüber, die es hernach missbrauchenkönnen, bedenklich.

Durch einen solchen zerspaltenen Rat, in dem jeder dem andernmisstraut, kann der junge Kf. nicht koufirmirt werden,der itzodas in praxi sol lernen durch seiner treuen und einhelligen rateratschlage ins werk richten, das S. Ch. Gn. in theoria von D.Grunradio gelernet haben". Wie soll er lernen sich, seine Religion,seine Untertanen, das deutsche Vaterland in Frieden und Einigkeitzu erhalten und den Gefahren zu begegnen salva religione, wenndie, die nicht seiner Religion sind, sich einbilden jede Gefahr könnemit einem Streich verhütet werden,nemblich wan I. Ch. Gn. inreligione nicht so halstarrig seind, sondern sich in die zeit schicken,etwas nachgeben; und können doch I. Ch. Gn. im herzen glauben,