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3 (1903) 1587 - 1592
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621
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680. 1592 621

discours gemeldt", abzuhelfen ist. Diese Gefahrin der churf Pfalz Februarvisceribus, welche auch verhindert, das keiner andern eusserlichen ~^7~.gefar kan oder mag abgeholfen werden dan entweder mit Verleug-nung und abfall von der religion oder aber mit der churf. Pfalz under-gang") ist die Jugend des Herrn, der sich selbst noch nicht resol-viren kann,das kein bestendiger rat in der Pfalz ist, zweispalt,Uneinigkeit und missverstand under denen raten, so mit I. Ch. Gn.uferzogen seind und die I. Ch. Gn. ganz und gar regiren, auf undabsagen, wann sie wollen, und den alten raten, welche bei P.Friederichs des dritten zeiten im regiment gewesen und seither beiden sachen herkommen, 1 die löblich und wol verrichtet, die itzoobgesetzt und unbestendige wiederwertige oder unwissende an diestatt verordnet werden, also das der arzt, so allen gebrechen ab-helfen solte, vil schwecher, krenker und gebrechlicher ist dan alleobgeschriebene gebrechen selbst seind". Nach dem Tod J. C,dobeide, die, so mit I. Ch. Gn. uferzogen, sambt den allen raten diebend zusammen geschlossen und vor einen man gestanden", istsofort die Huldigung im ganzen Land vorgenommen, Herzog Reichardsunbilliges Beginnen hintertrieben worden 2 und alle Sachen glück-lich von Statten gegangen. Dann unterstanden aber die neuenEäte einen Teil der alten auszubeisseu und riefen, um ihren Privathassund Neid zu bedecken,M. Gn. H. von Wittgenstein'' hieher,welcher ihre unbilliche abschaffung unwissend ihres scopi hatmüssen helfen authorisiren. Itzo ist M. Gn. H. von Nassau aucherfordert und wissen die neu rate wol, das beder E. Gn. gelegen-heit nit ist in die lenge alhie zu bleiben, und ist ihnen genung,das sie E. Gn. ad tempus gebrauchen, bis sie den rat also besetzenund bestellen, wie sie es geluestet und vor gut ansehen.

Der rat aber hangt also aneinander. Grunrat wil kein ratnoch kein hofmeister sein, aber er setzt und entsetzt, nimbt an undbeurlaubt, gebeut und verbeut alles und wil keineswegs den namen,das er söliches tue, haben ; und tut es doch heimblich und in dasohr des herrn, welcher ihne billich lieb hat und das gehör gibt,von der guttat wegen, welche S. Ch. Gn. von ihme empfangen.Mir zweifelt auch nicht, was er tue, das er vermeinet gott und

1 Von den bereits unter Kf. Friedrich III. verwendeten Rätenfinden wir 1592 noch im Amt neben Ludwig von Wittgenstein unddem Kanzler Reuber Dr. Culmann (Mitglied des Oberrats seit 1. Nov. 1591,Karlsr. Pfalz, Copialbücher 571), Dr. Dietrich Weier, Dr. Gerhard, Pastor(Widder I, 63), noch lebend, aber nicht mehr im Amt Ehern und Zuleger.Unter den Räten,so mit I. Ch. Gn. [Friedrich IV.] uferzogen seind", sindvor allem die ehemaligen Erzieher des jungen Kf. zu verstehen, üeorgLudwig von Hütten und Dr. Georg Michael Lingelsheim (Präzeptorund Zuchtmeister des jungen Pf. 1. Jan. 1587, Rat und Diener 1. Juli1587, Karlsr. ebd.); Grünrade zog es vor ohne Stellung und Titeleines Rats seinen persönlichen Einfluss geltend zu machen; ausserdemDr. Nikolaus Dobbinus (Rat 20. Jan. 1587), vgl. Ritter, Br. u. A.I,56.

3 Die Huldigung war in Heidelberg selbst vom 6.13. Jan. 1592vor sich gegangen und nahm auch im Land ihren Fortgang, trotz desEinspruchs des Pf. Reichard, der am 28. Januar Heidelberg wiederverlieas.