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Februar J e mehr Leute Kurpfalz hinauf schickt, desto halsstarriger undj lä verbitterter werden sie „und in hoffnung stehen, dieweil sie dieersten I. Ch. Gu. rate in die flucht bracht, sie werden auch dieandern wol können durch aufruhr in die flucht bringen oder diegar zu tot schlagen, wie dan im stift Walsassen schon ein exempelvor äugen". 1 Kein Verständiger wird sich dazu gebrauchen lassendessen Ratschläge man nicht befolgt hat; „es ist auch niemandschuldig, sein leib und leben anderer begangenen fall zu verbessernin gefar zu setzen". Wie sollten die, welche die sog. calvinischeReligion unterdrücken wollen (d.h. der Kaiser und alle R. Fürsten,2 oder 3 ausgenommen) eine solche Gelegenheit nicht ausnützen?Neben der Jugend des Herrn der Aufruhr der eignen Untertanen,„der oberräte, so diese Sachen solten schlichten, richten und derapfen,eigen misstrauen und Uneinigkeit; ja das noch mehr ist, das anstattderen rete, so hiebevor dieselbe religion haben mit rat und tathelfen schützen, itzo andere, welche entweder dieselbe nicht ver-stehen, darin wankelmuetig seind oder die sonst verzagt oder neueankommliug seind, welche von den alten grossväterlichen handlungennichts wissen, oder aber derselben calvinischeu religion ganz zuwidersein und in guter hoffnung stehen, diesen jungen herrn algemachdurch wollust, kurzweil und unachtsambkeit wo nit gar von deröffentlichen bekantnus der lehr, jedoch zum wenigsten dahin zubringen, das I. Ch. Gn. derselben nicht zu hoch achte, denjenigenpersonen, die I. Ch. Gn. zur staudhaftigkeit ermanen, abhalten;werden dieselben nicht zu sich lassen noch die hören, sondernallein denen audienz und gehör geben, die under dem schein derreligion I. Ch. Gn. ganz und gar in ihren hiinden halten wollen,das die nicht höher gucken oder sehen dörfte dan sie I. Ch. Gn.vormalen, welche auch E. Gn. allein zum schein gebrauchen, dassie das regimeut durch huelf und zutun E. Gn., deren gelegenheit,das die nit lang alhie bleiben können, sie wol wissen, aus derstandhaftigen guetherzigen rate henden in wiederwertiger und dieallein ihren nutzen suchen, hende bringen mögen". Es hat fürjene Gegner der Reformirten niemals eine bessere Gelegenheitgegeben den Gottesfürchtigen in Deutschland, Frankreich, Nieder-land, England, Schottland weh zu tun „dan das sie die ruesteammerdes teutschen lands, so bisher die Pfalz gewesen, wieder allertyrannen tyrannei, wo Dicht gar zerstören, jedoch deren ein solchenstoss tun, das die nit bald mer wird kriegsvolk wider die Spanierund den babst können ausruesten", unter dem Schein nicht derAustilgung der Religion, sondern der Erhaltung von Frieden undRuhe.
Eine zweite Gelegenheit aber „der Pfalz den eussersten kopf-stoss zu geben" übertrifft alle andern mehr äusserlichen Gefahren,denen durch eine zeitige Resolution der Pfalz, „wie in meinem
1 Die Verjagung des Vizedoms Wambold und der kurpfälzischenRäte aus Amberg fand am 12. Febr. 1592 statt, die Ermordung desHauptmanns von Waldsassen, Windsheim, in Tirschenreuth am 24. Febr.;vgl. Schadaeus, Sleidani continuatio III, 17 § 14, S.447 f; WittmannS.90ff.);Verh. des hist. Vereins der Oberpfalz XXII (1864), 114ff.