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mit der faust zu etzlichen malen unser wahre christliche religion 19.Januarverteidigen und fortpflanzen helfen, in diesen schwürigen, unruhigen Kasselund gefehrlichen Zeiten ganz übel verlorn und zu besorgen, dasman dessen wohl ehr dan gut ist missen dürfte. . . So haben wirgleichwohl gerne vernommen, das S. Pf. Casimiri L. seligen sichin ihrer wehrender Schwachheit zeitlich zum sterhstündlein gerüstetund darauf auch in so christlicher geduld und embsiger anrufungdes allmechtigen ganz sanft und seliglichen abgescheiden". 1 Manhat Gott zu danken, dass er J. C. Leben so lange gefristet, bis derKf. soweit erwachsen, dass er die Regierung selbst führen kann.Glückwunsch und Erinnerung, dass alle Regimente vom Herrn alleinherrühren und daher Fortpflanzung des Gottesworts und Abschaffungaller Abgötterei und Irrlehre die höchste Pflicht der Regenten ist,die „der lieben kirchen und deren diener nutricii und pfleger undnicht verherger oder Zerstörer sein". Obwohl Fr. gewiss in dieFussstapfen seines Grossvaters, Vaters und Vetters treten wird,ermahnt er doch Fr. durch den Gesandten, doch ja Gott die Ehrezu geben und nicht nur sich selbst, sondern auch die Untertanenbei der wahren Religion zu erhalten „und sich ja keine Ohrenbläser,wer die auch sein möchten, darvon uf einen andern uuweg führennoch sich auch ihrer vorfahren alte wohlverdinte diner zu einigerungnade, Verfolgung oder anderer sorglicher neuerung sowohl inkirchen als auch dem politischen regiment bewegen lassen". . . .Verspricht gemäss seiner vertraulieben Korrespondenz mit Fr. dreiVorfahren auch Fr. gegebenen Falls Rat und Beistand.
Der Gesandte soll Gelegenheit suchen mit Fr. allein zu sprechen,und dann im höchsten Vertrauen anzeigen, „wir zweifeln gar nicht,das bei diesem S. L. angehenden regiment kaum abgehen werde,das S. L. nicht etwa von ihren freunden, nachbarn und andern,auch vielleicht ihren eigen undertanen etlichen heftig werde ange-langt werden, nach dem exempel, wie es itzo in Meissen zugehet,ihre gottfürchtige und gelehrte praedicanten, die da allein bei derheil, schrift und was gott befohlen, bleiben und ollas aegyptiacasnicht respiciren, abzuschaffen uud die bishero in S. L. kirchenlöblich herbrachte religion zu endern und die vorigen wohl abge-
1 Fr. Antwort auf die Werbung, Heidelberg 28. Jan., versichert,er sei in der wahren Religion, wie sie jetzt in der ganzen Kurpfalzöffentlich in Uebung, „aus trieb des heil, geistes und teglicber lesungdes worts gottes altes und neuen testaments [vgl. hiezu StruvS. 493] dermassen in ihrem herzen also bestetigt, das sie nicht alleinbis an ir seligs end bestendig dabei zu verharren, ihre angehörigeundertanen dabei zu schützen und handzuhaben, sondern auch dieselbenach S. Ch. Gn. vermögen zu propagiren, dem konig der ehren jelenger je mehr die pforten zu eröfnen und also in weiland ires ge-liebten herrn grossvaters, auch obhochernants ires herrn vetters undpflegvaters pfalzgraf J. C. fussstapfen zu treten genzlich entschlossensein, inmassen dann der churf. Pfalz undertonen dessen allen bei ein-nemung der huldigung vertröstet worden" [vgl. No. 668]. Allerdingsbedürfe er L. W. Erbieten zu vertraulicher Korrespondenz um somehr, als er (wie dem Gesandten mündlich angezeigt) wegen der Re-ligion und kurf. Regierung in verschiedene Wege angefochten werde(Me. 1003. Cop.).