669-670. 1592 601
669. Johann von Trier an Kurfürst Friedrich IV. 14
~~~24TKondolenz zum Tod „unsers hesondern lieben freunds" J. C. Januar„Der almechtig barmherzig gott wollen I. L. seelen in ewigkeit St. Wen-pflegen und mit allen christgläubigen ein fröliche gnadenreiche delinuferstehung verleihen". 1 ... Fr. hat nun das Alter und die Tug-enden, um dem R. und den Untertanen nicht minder rühmlich vor-zustehen als dessen Vater und Vetter. Glückwunschzurangehendenkurf. Regierung. . . .
Me. No. 1003. Or. (pr. 20. Jan.).
670« Markgraf Georg Friedrich an Kurfürst lß.JanuarFriedrich IV. Ansbach
Hat sich mit Ludwig von Würtemberg und L. Ludwig einerGesammtschickung an Fr. verglichen und beglaubigt mit der Bitteum willfährigen Bescheid seine Gesandten Pf. Karl 3 und die RäteChristoph von Seckendorf und Dr. Steffen Mussman.
Me. No. 1003. Or. (pr. Heirlelb. 23. Jan.).
dem Tod J. C. am 6. „huius" leisteten folgenden Freitag [7. Jan.] alleRäte und Hofdiener dem jungen Herrn als ihrem Kf. die Huldig-ung, letzten Montag [10. Jan.] Rat und Bürgerschaft, „nach langgehabter oration D. Reuberi (darin er neben andern vermeldet, dasvermög der Aurea Bulla und vaterlicher disposition uf hochermeltenjungen hern, dieweil cura sinirt und S. F. Gn. legitimam aetatem com-plirt, die chur gefallen)." Nach der Huldigung brachte Reuber fernervor: „nachdem S. Ch. Gn. mit groser bekummernus vernommen, dasetliche burger unverschempter weis furgeben, das sie zu der itzerkanten und angenommenen religion von derselben hern vaterngenötigt und gezwungen worden, und das derwegen zu verhoffen,sie nunmehr diese religion fallen lass und seines hern vaters ein-fuhren wurde: so bekennen hochstgedacht S. F. Gn. in angesicht gottesund ganzer burgerschaft/ [hier bricht das Conc. ab]. Vgl. StruvS. 491; Häberlin XVI, 292.
1 Aehnl. Kf. Ernst von Köln in seinem Kondolenz- und Gliick-wunschschr., Lüttich 17./27. Jan.; er erwidert das Anerbieten guterKorrespondenz, mit Hinweis auf die hergebrachte Vertraulichkeitzwischen den Häusern Pfalz und Baiern und auf die Beziehungen derKff. unter einander (ebd. Or.). — Am 10. März dankt Kf. Friedrichdem Kf. Wolf'gang von Mainz für wiederholt ausgedrückte Kondolenzund Erbieten der Fortsetzung der vertraulichen Korrespondenz zwischenMainz und Pfalz. Mainz hatte ausser einem Kondolenzschr. nachmalsauch seine Räte Philipp Ulmer von Diepurg und Gernand vonSchwalbach an Fr. abgefertigt (Kredenzschr. Aschaffenburg 29. Febr./lO.März, Me. No. 1003).
2 Pf. Karl von Birkenfeld, seit 1588 in Diensten de3 M. GeorgFriedlich und mehrfach als Gesandter verwendet, stand seit 1590 ander Spitze der Ansbacher Regierung (Back II, 495 f; 505). —Beglaubigungsschr. von Würtemberg für Jakob von Hoenegk, HansChristoph von Venningen und Dr. Aichmann, von L. Ludwig für denRat Dr. Jungmann, beide 16. Januar, Me. Vgl. zu diesem Schritt derKontutoren Häberlin XVI, 351 IT.