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3 (1903) 1587 - 1592
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600 1592 668.

14.Januar 668. Kurfürst Friedrich IV. an Landgraf Georg.Heidel-

^ er S Auf G. Kondolenzschr. 1 Von falschen Lehren und Irrtümern

sind die Kirchen und Schulen in der Kurpfalz bereits durch seinenPflegevater gesäubert worden, so dass es sich nur darum handeltsolche christliche Reformation zu erhalten. Gemäss seiner früherenAeusserung gegen G. ist er auch jetzt gewillt, seinem Vater inFriedensliebe und Gerechtigkeit nachzufolgen. Betreffs der Religionaber ist er durch Gottes Gnade nicht aus Menschensatzungen, son-dern aus der Schrift dermassen unterrichtet worden,das wir unsersglaubens halben ganz und gar nicht zweifeln, sondern dessen einenguten vesten grund haben, von welchem wir auch nicht zu weichennoch wider unsern lieben gott zu handien, sonder bei unserererkanten christlichen religion mit gottes hilf zu bleiben und zuverharren gedenken, inmassen wir uns d;in dessen albereit gegenunsern lieben undertanen alhie rund und öffentlichen erclerethaben". 2 . . Sein christliches Bekenntuiss lehrt ihn auch den Unter-tanen mit Recht und Billigkeit unter Augen zu gehen. Ebensowird er nach dem Beispiel seines Altvaters, Vaters und Vettershandeln, die sichunzimblich niemands widersetzt, es seien I. LL.dan hochbefugte Ursachen gegeben worden, das sie sich nachbillichen dingen handhaben müssen". . . .

Me. No. 1003. Conc.

mit Leuten versehen, die ihn wiedSr auf den rechten Weg weisenmöchten, besorge aber,da schon deren vorhanden, es werden die-selben, sonderlich da die itzigen albereits in pflicht genommen, darzuwenig räum und platz finden" ; trotzdem habe er in seinen Antwortschr.an den Kf. (Copp. beil.) nicht unterlassen,S. L. uf das väterlichetestament und dasjenige, so wir hievor mit S. L. geredt, zu weisenund zu erinnern"; er erwarte in Anbetracht der vorigen Antwort desKf. nichts davon, wolle aber mit Würtemberg darüber konferiien undbitte Georg selbst nach Heidelberg zu gehen, wo er insgeheim undmündlich viel Gutes ausrichten könnte (Darmstadt, Rel. Sachen).

1 Darmstadt 11. Januar, mit der Ermahnung, Fr. möge wieSalomo vor allem Kirchen und Schulen von falscher Lehre reinigenund,nachdem sich E. L. mermals, als sie bei uns alhie gewesen,Selbsten vernehmen lassen, das sie understehen wolten in weilandderoselben geliebten herrn vaters . . fuessstapfen zu treten und auchals fromb als S. L. gewesen zu werden", diesem Versprechen beson-ders bezüglich der Religion wie einer billigen und gerechten Behand-lung der Untertanen und guter Freundschaft mit den Benachbartennachkommen (ebd. Or.). Aehnliche Ermahnungen richteten betreffsder Rückkehr zur Religion des Vaters an den Kf. Friedrich von"Würtemberg, Mümpelgart 23. Januar, und Herzogin Dorothea Susannavon Sachsen, Weimar 26. Januar (mit Hervorhebung dergeschwindenangemassten Vormundschaft" ihres Bruders J. C. und mit Erinnerungdaran,was für lehr und Unterricht S. L. [Kf. Ludwig] in E. L. stam-buchlein, so wir für anderhalb jaren zu Heidelberg gesehen und mitfreuden gelesen, eingeschrieben" (ebd. Or.). Am 15. Febr. weist derKf. jenen Vorwurf seiner Tante gegen J. C. zurück und erklärt, erhabe seine Religion auf dem Probierstein der heil. Schrift geprüft(ebd. Conc).

2 Vgl. den Bericht eines Ungenannten aus Heidelberg, Jan. 1592(ebd. Conc; Fragment; gerichtet an einen auswärtigen Kanzler): Nach