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3 (1903) 1587 - 1592
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höchst notwendig gehalten und befördert, möchte aber wegen derFortsetzung der Sache vielmehr J. C. und anderer Teilnehmer alsder mehreren Meinung vernehmen. Würtemberg hat sich in derSache trotz mündlichen und schriftlichen Ersuchens noch nichtendlich erklärt. 1

Berlin Uniousacta I. Conc.

11. Dezbr. 657- Der Kanzler Reuber an Johann Casimir.

Bezieht sich auf sein von den andern abweichendes Votumam letzten Donnerstag in der bewussten Heiratssache.* ZweiFragen: 1) ob durch die Heirat irgend eine Exspektanz auf dieJülicher Lande zu erlangen; 2) ob die Heirat auch ohne Hoffnungauf Exspektanz anzuraten. Erwähnt u, a., wie der Graf vonOberstein und Bruch, Freiherr von Raidt u. a., die P. gewogen,der Herzogin zu Gemüt geführt und nach ihrer Abreise geschriebenhaben, sie solle P. nicht vor den Kopf stossen, sondern in Achtnehmen; ferner die Absicht der Herzogin, ihre beiden ältestenTöchter an zwei junge Kff. zu verheiraten. Grünrad hat ihn rechtund wohl erinnert, er solle sein Bedenken nicht auf Schraubenstellen, sondern durch Ja und Nein schliessen. Die Gegner derHeirat erhoben den Vorwurf, es werde dabei weder Glück nochSegen sein,, weil dieselbe weder auf der einen noch auf der andernSeite in Gottes Namen und Furcht angefangen; auf dieser Seitehabe man zu sehr aufs Gut gesehen, auch weiss nicht was füreinen Mann die Heirat zu suchen gebraucht;' auf der andern Seitehabe die Mutter gefährlich und nicht aufrecht gehandelt,eins andernbraut auf den augenschein als ein unversprochenes freulin ge-bracht, dasselbe sich ungebertig, das zweite aber freund- und lieb-lich gegen den jungen herrn sich zu stellen und denselben gleich-sam mit den äugen zu fangen angewiesen"; trotzdem habe der

und darzu je lenger je mehr nötig", auch zur Erhaltung der Einig-keit zwischen den fürstlichen Häusern und ihrer Posterität dienlichhält, zumalman sich auch einer einhelligen notel albereit verglichen";beiliegend eine Cop. des Sehr, vom 21. Okt. (No. 644), das vielleicht,da bisher noch keine Antwort erfolgte, nicht angekommen sei(ebd. Or.).

1 Unter gl. Datum teilt G. Fr. diese Korrespondenz dem Kf. JohannGeorg mit; er habe noch keine bestimmte Antwort gegeben, da ernicht wisse, was J. G. und Friedrich Wilhelm von Sachsen nunmehrbei der Sache zu thun gedächten; er halte immer noch ein gemeinesWerk für dringend nötig, sei aber freilich jederzeit der Ansichtgewesen, J. C,habe in dieser sache uf sein person und dahin gesehen,wie er mit andern der A. C. recht zugetanen chur- und fursten seinencalvinischen irtumb beschonen mochte und dahero das werk so hartgetrieben" (ebd. Conc). J. G. antwortete am 28. Dez., er habe mitFr. W. in Sachen der Vormundschaft noch so viel zu tun, dass ersich über die Unionssache nicht gleich erklären könne.

2 Es handelt sich um die von der Herzogin Maria Leonora ange-botene Vermählung Pf. Friedrichs mit ihrer zweiten Tochter; vgl.No. 642.

3 Hiemit ist vermutlich Dr. Weyer gemeint; vgl. No. 528.