566 1591 619—620.
mehr auf diese seine Wohlmeinung als auf das VorLringen unruhigerund parteiischer Leute sehen. Prozesse und Mandate am kais.Hof: lässt es bei der Werbung im Namen der 3 weltlichen Kff.bewenden; die kais. Jurisdiktion wird durch den Rat der Ständein grossen Sachen nicht beeinträchtigt, sondern nur gestärkt, wäh-rend ein parteiisches Vorgehen Trennung und Untergang des Vater-lands herbeiführen kann. . . .
Dr. 10313 H. Ludwig zu Würt. — Schreiben 1587|S8. f. 208. Conc. (Krell.)
26.August 619. Johann Casimir an Pfalzgraf Philipp Ludwig.Heidel-berg Auf Ph. L. Sehr, vom 20. Juni betr. Kölns Ansuchen wegenAbschaffung der Spanier aus dem Erzstift und Erneuerung derErbeinigung zwischen Pfalz und Baiern. "War vergebens bemühtvon seinen Untertanen die Folgen des Durchzugs für den K. vonFrankreich abzuwenden. Lehnt eine Geldkontribution zur Abschaff-ung der Spanier ab; 1 Köln soll sich vor allem mit seinem Vor-gänger friedlich vergleichen. Lässt in seiner Kanzlei nach denalten Erbeinigungen suchen ; Zusammenordnung seiner und der neu-burgischen Räte.
Ma. 361/9 f. 99. Oop.
27.August 620. Johann Casimir an Herzogin Maria Leonora.
Heide - £g e ; ne Erkrankung hielt ihn und seinen Pflegesohn vom Besuch M. L.e in Siegen ab. Hält nach wie vor diese Heirat für Gottes Willen undersucht um Verabredung einer späteren Zusammenkunft.)
Auf M. L. Sehr, vom 23. Dankt für ihren Entschluss wegenseiner Leibsschwachheit noch ein paar Tage zu Bensberg zu ver-harren. Hoffte am letzten mit seinem Pflegesohn bei M. L. inSiegen erscheinen zu können ; falls er noch zu schwach ist, sollsein Pflegesohu allein kommen. Nun raten ihm die Aerzte vonder Reise ab, dagegen zur Kur; er musste ihnen folgen, „dieweilwir . . . selbst eine grosse mattigkeit bei uns befinden." 2 Da aber
1 Vgl. No. 621; Stieve IV, 81 A. 1.
2 Kurz vorher hatte J. C. dem nach Frankreich ziehenden Heerseinen Besuch abgestattet. Der Metzer Bürger Jean du Boys, der am31. Juli zu Strassburg dem Rat den Empfang von 6000 fl. für dieGarnison zu Metz bestätigte, schreibt am 5. August aus Kaiserslauternan Hochfelder, man erwarte hier täglich J. C. „pour y reeepvoir leschefz de la dite armee" (Str. A. A. 1860, eigh.). Nach Dohnas Selbst-biogr. stellten sich am 12. August die Truppen zu Katzweilerim Amt Lautern vor J. C. in Schlacht-Ordnung. „Alda habe ichauch meinen abschied mit weinenden Augen von 1. F. Gn. genommen,auch leider I. F. Gn. darnach nicht mehr gesehen. I. F. Gn. hörtenmich lange reden, wolten mir gerne antworten, kunten für wehmutnicht reden. Da sich I. F. Gn. ein wenig erholet und wieder uf den,gaul gesessen, sagten sie: Nu, Baroni, gesund sehen wir uns wiederund halt euch wol". Vgl. S chmidt S. 169.