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M. L. nur bis zum 25. warten zu können schrieb, musste er die27.Augustbereits für die Reise seines Pflegesohns getroffenen Vorbereitungen Heidelreinstellen. „Das nun der angestalte augenschein zum zweitenmal berg
hinder sich gangen, können wir wol erachten, solchs E. L.....
zue verdruss gereichen wird". Doch sind er und sein Pflegesohndaran nicht schuld. M. L. soll sich darüber, dass beim erstenMal (zu Braubach) sein Pflegesohn und jetzt er krank gewordenist, keine widerwärtigen Gedanken machen. „Dann es ist gottesgewohnheit, was uns zue ewiger, auch geistlicher wolfart gereichenmag, das er uns solchs zuvor oft schwer und säur machet und sichalso oft stellet, als wenn er seine band von unserm vorhaben garabgewendet hette; und solchs tuet er umb seines namens ehr willenund uns zue probiren, ja uns zum besten, damit wir nemblich er-kennen, das alles, was uns guets wiederfehret, von ihme allein undeicht aus unserer klugheit oder unserer anstellung herkomme, unddas wir ihme die ehr geben und in allen Sachen allein auf ihn unsverlassen. Dann wir in keinen zweifei setzen, es sei dieser heiratvon ihme versehen und er werde den auch fortsetzen, dieweil erzue fortpfianzung seiner ehren und seines worts, auch vieler be-trangten rettung und trost gereichen mag. Zue deme halten wires für eine sondere Schickung gottes, das die zuesamenkunft dis-mal, da wir nicht dabei hetten sein können, nicht fortgengig gewesenund das gott der almechtige uns auch selbst dabei haben will,wie wir dann ungern aussenblieben weren, sondern oft uns vorge-nommen, auch wieder unserer arzt guetachten mit unserm liebenvettern und söhn uns auf die reise zu begeben". Um das wohlangefangene Werk zu kontinuiren, ersucht er M. L., „wie mandisorts auf voriger meinung steif und fest verharret", desgleichenzu tun und mit ihm eine andere Zusammenkunft während desLandtags oder nach demselben zu verabreden. 1
Berlin. R. XXXV. C. 3 b, Cop.
1 Die Zusammenkunft der Herzogin mit J. C. und Friedrich warursprünglich nach Dillenburg verabredet worden; vgl. ein Sehr.Schliebens und Müllers an Kf. Johann Georg, Düsseldorf 17. August(nur au dem Zweck, „ob S. F. Gn. zue dem jüngeren freulein belieb-uug tragen", Berl. ebd. Or.). In ihrer Antwort auf J. C. obiges Sehr.,Bensberg 2. Sept., erbietet sich die Herzogin hier zu warten undstimmt dem Pf. bei, dass, wenn sich eine Sache glücklich in undauf einander schickt, „solches keines bösen schuld, sondern alles vongott, der alles in henden und sonderlich in solchen Sachen alles mode-rire, herkomme" (ebd. Cop.). — J. C, der die Anwesenheit Rheidtsbei der Zusammenkunft gewünscht hatte (an Johann den Aelt. von Nassau,Heidelberg 22. August), teilte am 27. Augnst Johann dem Jüngerendie Verschiebung der Reise mit. Johann der Aelt. zog es vor denEmpfang und die Bewirtung der Gäste seinem Sohn Johann dem J.zu überlassen („Ursachen, warumb ich diesmal von haus bleibe": ertrage Bedenken sich in diesen Handel zu mengen, würde sich die ver-einigten Häuser Sachsen, Brandenburg zuwider machen und den Kaiserund Spanien desto \mehr auf den Hals laden). Wiesbaden.