548 1591 591—592.
10. Juli 591. Christian von Anhalt an Christian von Sachsen.Friedberg
Turenne war gestern bei ihm und wiederriet die Musterungauf dem Sammelplatz; man solle es mit dem Fortziehen halten, wiefrüher verabschiedet, bei Bingen über den Rhein gehen und dann durchdas Westrich nach Metz, wo der K. zu ihnen kommen wolle. , Erwill aber sehen, das er also den Lotringer angreife, das er unsden pass nicht sehr wehren möge. Den musterplatz zu haltenwill er sehen, das er nicht zu zeitlich noch zu langsam gehaltenwerde." Geht morgen zu T. nach Frankfurt um des K. Bescheid.„Gestern haben mich die churf. reinischen gesandten mit der cautiontribuliret"; schickt Cop. . . .
Dr. 9306. Eigli.
10. Juli 592. Turenne an Christian von Anhalt.
Frankfurter Durchzug durch das Elsass. J. C. soll die Städte Speier undWorms zur Kontribution trotz kais. Abmahnung veranlassen. An-marsch feindlicher Reiter aus Schlesien. Schomberg.)
Erfährt eben durch Sehr, von de Fresnes, die elsässischenStände wollten Montag oder Dinstag zusammenkommen, um Ge-sandte mit Vollmacht wegen des Durchzugs und der Bewilligungeiner „bonne somme" hieher zu schicken. Der Kaiser dankte derStadt Speier für ein kleines Anlehen und hofft, dass sie sich ankeiner Werbung für Navarra beteiligen werde. „A quoy il n'ia aparanse, veu que le s r roy prant tous les jours des villes etque ils se gardent bien d'y rien contribuer. II a fect faire lemesme ambassade ä Wormes. Si mons 1 ' Durand est ancores presde vous, il est besoing de l'an advertir, ä ce que monsieur sonmestre ampesche que ces villes ne s'aeoutument pas tant ä des-pandre de l'ampereur et quelles soient pressees de nous assister."Hört, einige gegnerische Reiter aus Schlesien, denen der Passdurch die Oberpfalz verweigert wurde, 1 wollten nach Frankenziehen. Chr. soll veranlassen, dass sie „dans les cartiers del'armee" ziehen, wo sie die Lebensmittel teuer werden zahlenmüssen. „Ce coup seroit fort important; ne le negliges. J'eatandu mons r de Schomberg ä diner plus de deus henres, ainsyqu'il m'an avoyt assure. Je cuide que vous le retenes pour leservisse qu'il vous fect." Erwartet Sehr, vom König. 2
Zerbst. Bigh.
auf das haus Brandenburg als irgend auf ein anders zue sehen"(Berlin a. a. 0.), worin u. a. auf die Vermählung der Herzogin selbstmit einem Brandenburger trotz der Aussicht auf Heiraten mitFrankreich, Dänemark, „Johann Weida", einem künftigen K. vonPolen, Würtemberg, und sonst hingewiesen wird, ferner auf das bis-herige gute Einvernehmen zwischen Brandenburg und Spanien, indessen Bestallung M. Johannes bis zu seinem Tod gewesen sei u. s. w.
i Vgl. No. 580.
2 Das obige Sehr, war laut einem beigegebenen Brief T. be-stimmt von Anhalt den Gesandten mitgeteilt zu werden. Die Truppenkönnten nur in Waffen durchziehen, wegen der Spanier, die auf dasReich keine Rücksicht nehmen.