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Schwester bleibt noch eine Zeit hier. Die Herzogin von Preussenzieht morgen auch weg. „Vor neu zeitung kann ich dir in ver-trauen nit verhalten, das ich mich an das freilein aus Preussenvermehlet, es ist aber noch gar heimlich, derowegen lass es bei dirverbleiben." 1 . .
Zerbät. Eigh.
590. Herzogin Maria Leonora an Markgraf Joachim 10. Juli
Friedrich. Ems
(Ihre Verhandlung mit J. C. wegen der Vermählung ihrer älteren
Tochter. J. C. bleibt bei seiner Meinung und hofft auf die Geneigtheit
der jülichischen Stände für eine Verbindung mit Pfalz. Sie tritt nach
wie vor für Brandenburg ein.)
Zusammenkunft mit J. C. zu Braubach am 5. Sie erklärte inSachen ihrer älteren Tochter noch nichts Endliches beschlossenzu haben noch ohne Wissen ihres Vaters schliessen zu wollen,und bat J. C. ihr nicht zu verdenken, dass sie die ältere Tochterlieber mit Brandenburg als mit einem andern Haus verbindenmöchte ; sonst dürfe sich J. C. zu ihr, da sie dem Kurhaus Pfalzin anderen dgl. Werbungen freundlich entgegenkommen könne,aller Ehren und Willfährigkeit versehen. Obwohl sie hoffte, „S. L.wurde sich von ihrem intent ab und zu dem nicht unlauten [!]gewiesenen weg bequemet haben", blieb doch J. C. auf seinerMeinung und sie auf der ihrigen. „S. L. aber haben darauf,das sich die eines bessern nochmals getrosten wolten, darzu danuns auch ohne zvveifel anderswoher anleitung gegeben werdenmochte, geschlossen, und seind also mit dem verlass, das unsS. L. in unserer zurückreise wider sprechen wolte, von uns ge-zogen." Sie vermerkt aus der Unterredung soviel, dass J. C. undPf. Hans grosse Zuversicht zu den jülichischen Ständen haben undhoffen, sie werde sich durch dieselben auf die pfälzische Seitebewegen lassen, „wie wir dan dessen allerhand nachrichtung voneins teils den guiischen stenden albereit erlangt". Sie gedenktaber von ihrer Affektion gegen J. Fr. und Brandenburg nicht zuweichen und hat den Ständen bereits ad partem die Vorteile einerVerbindung mit Brandenburg angedeutet." ....
Berlin. R. XXXV. C. 3b. Cop.
1 Am 5. Juli ersucht Christian von Anhalt aus Darmstadt J. C,den er vergebens in Heppenheim aufgesucht hatte und dessen Aufent-halt er nicht erfahren konnte, um Ort und Zeit für eine Besprechung(Zerbst, Conc). Unter gl. Datum schreibt Grünrade aus Heidelbergan Anhalt, dem er den Ueberbringer Dr. Hippolytus a Collibus, jetztin Anhalts Diensten [als Kanzler, vgl. Beckmann II, 302], und dessenBegleiter, den seit 17 Jahren wegen der Eeligion aus Italien ver-triebenen Scipio Balsamus empfiehlt; Pf. Friedrich, der A. „als derogeliebtem bruder* Gruss und Glückwunsch entbiete, habe sich sehr aufden Musterplatz gefreut, werde aber von seinem Vater schwerlichErlaubniss zu einem Besuch bei A. erhalten, „weil S. F. Gn. nachgehabtem langwirigem fiber noch zur zeit allerdings nicht genugsambconfirmirt ist" (ebd. eigh.).
2 Vgl. die „kurze verzeichnuss und Ursachen, dardurch I. F. Gn.beweget werden möchten, in ihrer eitern töchter Verheiratung mehr
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