586-588. 1591 545
Schlegell, jeder 1200 Pf. 1 .... Glaubt nicht, dass Lothringen,das sich fleissig befestigt, so viel Reiter bekommen werde. Sonstviel Geschrei von spanischer Werbung. . . . Würde gern von seinerExpedition zu Kassel berichten, will aber „E. Gn. ungerne mitsolcher nullitet uberlestig sein". Geht zu Turenne. . .
Dr. 930.6. Eigh.
587. Kolbinger an üohna. 4. Juli
„S. Proch dolor, generöse domine baro, quam brevis fuitbesterna mea laetitia quamque inanis! Nam hospes meus vixinspecta obligationis mihi traditae formula, cum animadverteretrem ad electoralem Palatinatum non pertinere, negavit se veltantillum facere vel posse vel velle, haud obscure me incusans,quasi in animam induxerim Uli fraudi esse. Aitpraeterea principisin potestate non esse eiusmodi contractus inire; inde parumabfuit, quin a verbis ad verbera inter nos deventum fuisset. Quade re ego te statim certiorem reddidissem, nisi rixa illa in mullamnoctem producta fuisset. Itaque iam plane inops sum consilii, de-plorans meam infelicitatem et iniuriam illatam mihi. Vale et remnon ex eventu, sed animo aestima meo, qui omnis fraudis et doliexpers fuit, de quo deum invoco testem." 2
Mb. 113|3c f. 81. Elgh.
588. Caetano an Sfondrato- 6.
(Kais. Erklärung in der Strassburger Sache; keine Acht, aber Sequester 16.und Koadjutorie. Jülich und Parma zur Exekution gegen Aachen Jolibereit. Dagegen Gesandte von Sachsen, Brandenburg und Braun- Pragschweig beim Kaiser. Triers Beschwerde über die spanische Re-gierung. Gesandte der Herzogin von Preussen, der Herzogin Jakobeund des alten Herzogs von Jülich; dessen Vorschlag der VerbindungSibyllas von Jülich oder Annas von Preussen mit einem Erzherzog.)
. . . Kais. Antwort an B. und Kanoniker von Strassburg, auf derenForderung der Acht und Vorschlag der Ernennung eines Koadjutors.
1 Ueber diese Werbungen für Spanien und die Liga korrespondirtedamals Ulrich von Mecklenburg mit Brandenburg und Sachsen. Eineseinem Sehr, an Brandenburg vom 11. Juli beil. Zeitung vom 10. Juligibt den Bericht des aus Brüssel kommenden Bernhard von Lützow:Eggenberg, Oberst Schombergk und Oberst Sabellmond je 1200 Pferde,Moritz von Sachsen-Lauenburg, der selbst in Brüssel war, 15 FähnleinKnechte, ebenso Graf von Fürstenberg, JohannBrendell und Oberst Curtius,Bruder des Vizekanzlers, je 12 Fähnlein; ausserdem sei dem BruderUlrichs Christoph spanische Bestallung über 1 Regiment deutscherPferde zugedacht. Am 12. Juli berichtet Franz von Sachsen-Lauenburgdem Herzog Ulrich von Truppensammlung seines Bruders Moritz imStift Bremen, kais. Patenten für Spanien aut 12000 Mann und spanischerBestallung auf 1200 Pf. für Herzog Christoph (Dr. 9306; ebd. kais.Werbepatente zu Gunsten Spaniens für Moritz von Sachsen und JohannBrendell, Prag 19./29. Mai). Ueber das Auftreten des Herzogs Moritzmit seinen Truppen im Stift Osnabrück August 1591 vgl. Stüve,Gesch. von Osnabrück II, 349.
2 K. Erlebniss und Klagen hängen vielleicht mit der Frage desDurchzugs durch J. C. Gebiet zusammen; vgl. No. 572.
Bezold. Briefe des Pialzgrafen Johann Casimir. III. 35