Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
544
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544 1591 584-586

2. Juli 584. Pankratius an Pfalz graf Phi lipp Ludwig.

Speier

.... Mit der hanauischen Vormundschaft geht es seltsamzu; zu wünschen, dass etliche Stände die Sache gütlich beilegtenoder Pf. Reichard exonerirt würde, da J. C. mit Reichard sich inSchriften heftig und weit eingelassen. 1

Mb. 33GJ20 f. 166. Eigh.

3. 585. Der Kaiser an Christian von Anhalt.

13.

J uli Auf Chr. Anzeige wegen seines französischen Zugs;' 2 es hätte

Prag sich gebührt sie zeitlicher zu erstatten und die Werbung vermögeder R. Ordnung vorzunehmen, damit er bei den Kreisen Ver-warnung hätte tun können. Stellt dies jedoch an seinen Ort undbefiehlt Chr. sich bei Musterung und Abdankung des Volks durch-aus an die R. Ordnung zu halten und keinen Stand des R. zubeschweren oder zu vergewaltigen. 8

Dr. 930C. Cop.

3. Juli ^86. Christian von Anhalt an Christian von

Rossbach Sachsen.

Rheingraf Otto, aus Lothringen kommend, berichtet über diedortigen Rüstungen; für den Herzog werben Fussvolk JohannBrendell, Moritz von Sachsen und Eckenberger, Reiter Reinhartvon Schombergk, Stachus von Münchhausen und der Welsche

1 Vgl. No. 263. J. C, Johann von Nassau und Ludwig vonWitgenstein weigerten dem Pf. Reichard die Mitvormundschaft undEinnahme der Huldigung; ihre Vertreter hatten schliesslich einensimmerischen Befehlshaber auf dem Hanauer Schloss bedroht, seinenNachfolger vertrieben, das Schloss in Verteidigungszuzstand gesetztund etliche Schüsse mit grossen Stücken tun lassen; am 12. Mai warenNassau und Witgenstein, am 15. J. C. mit den Hanauischen Pupillennach Hanau gekommen. Daraufhin erging am 8./18. Juni zu Speieran die drei Vormünder ein K. G. Mandat de non offendendo, das durchden Kammerboten am 6./16. Juli überreicht wurde (Mb. 96/7).

2 Dessau, 13. Juni, vgl. Beckmann II, 302. Vom gleichenDatum die Bitte Anhalts um freien Durchzug an Johann von Nassau,Prinsterer II. 1, 164 ff.; vgl. S. 535 A. 3.

3 Das Or. des kais. Sehr, wurde durch den anhaltischen Agentenzu Prag am 12./22. Juli dem Fürsten Johann Georg, Cop. davon vonJ. G. am 19. Juli behufs Mitteilung an Kf. Christian dem KanzlerKrell zugeschickt. Es ist bezeichnend, wie J. G. in seinem eigh. Sehr.an Krell von „meiner einfalt" spricht und erklärt, den Herrn Kanzler„mit meinem unnutzen schreiben" nicht lang aufhalten zu wollen. —In einem weiteren Sehr, an Christian von Anhalt, Prag 25. Juli/4.Aug.,spricht der Kaiser die Hoffnung aus, dass Chr. seine [obige] Antworterhalten habe und bei seinem Zug die K. Ordnung beobachten werde,und ermahnt zur Abstellung der über das Gebahren des Kriegsvolksin Gelnhausen und Friedberg eingelaufenen Beschwerden (Zerbst, Or.).