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Januar Hessen (Kassel): L. Wilhelm habe sich allerdings in Sehr.
„ bruar vom 30. April und 11. Mai 90 an Sachsen für die Notwendigkeiteiner Unterstützung des K. mit Konsens gemeiner Stände erklärt-denn ohne ein Ansehnliches wäre dem K. nicht geholfen. Sachsenwisse, wie sein Herrsich angegriffen; möchten wissen, was an demvon den andern noch nicht völlig Erlegten übrig; dann würden siesich erklären.
Hessen (Marburg): ihr Herr werde nach Beiziehung der andernStände A. C. auch das Seinige tun.
Sachsen: Darüber, dass zu helfen sei, alle einig ausser Braun-schweig ; sollte man alle ersuchen, so gehe ein Jahr dahin; essolle eine eilende Hülfe sein, nicht dahin gemeint, jemanden zuoffendiren.* Wie die Gesandten, die bald hier sein werden, z nbeantworten? Erklärung, was jeder der hier vertretenen Fürstentun wolle; die andern zu ersuchen, ,.liege nichts daran, wann esschon auskomme" ;** England wolle ein Stattliches dabei tun.
2. Umfrage. Pfalz: Es handle sich nicht mehr um das Obsondern um das Wieviel. Was jüngst Sansi bewilligt, habe P.ganz gegeben, und zwar 5000 fl. über seinen Anteil, der StadtMetz geholfen; wolle zu diesem Werk 20000fl. geben; andere, diefrüher nicht so viel getan und besser begütert, könnten mehr tun.
Brandenburg: Hülfe besser mit Volk als mit Geld; obwohldann die päpstischen Stände auch Volk hineinschicken und Deutschean Deutsche kommen könnten. Hat 30 000 Taler bewilligt, 15 000ausgezahlt, wolle den Rest erlegen; man müsse Frankreich sohelfen, dass man auch an andern Orten, z. B. in Westfalen helfenkönne ; alles ad referendum.
Magdeburg: Was die Offensive betreffe, so wisse man, wieao. 62. Pfalz, Hessen u. a. den Bedrängten in Frankreich einekleine, aber durch Gottes Gnade, wirksame Hülfe schickten, wiedann „uf cardinals practiken" Casimir und Herzog Wolf hinein-zogen und Frieden machten; 1 „man habe ihn nie darumb zugesetzt.Die Bapisten müssen bekennen, das dieser könig naturlicher suc-cessor. Da dem konige geholfen, werden es auch die Bapstischenin Teutschland wolfeiler geben, wann man nur könte mit hulf diegefahr von uns wenden; sei in den gedanken, das Spanien hindan-zusetzen". Ihr Herr habe 20 000 bewilligt, 12 000 erlegt, Rest8000 fl. Man sollte aber mit Volk helfen, Frankreich werbenlassen und umlegen; habe einen Anschlag für 6000 Pf. auf An-rittsgeld und 1 Monat gemacht; die 3 Kurhäuser jedes 1000 Pf.;„an einen monat zu wenig; man muste etwas weiter tun. Derkonig solte assecuriren". Pfalz und Württemberg hätten wenigReiter, daher mit Fussvolk zu belegen; Städte u. a. um Geld zu
* Ansbach. Prot: „Sei kein beharlich wesen, sonder nur ein an-lehen, auch kein offension".
** Ebd: „Wer einmal geholfen, stehe eben in der gefahr als der esnoch tun soll".
1 Gemeint sind die Feldzüge J. C. 1567/68 und Pf. Wolfgangs1569 zur Unterstützung der Hugenotten.