Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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453
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485. 1591 453

1. Umfrage. Pfalz: Haben hierin ebenmässig Befehl. J. C. Januarund dessen Vater hätten schon viel getan, „leib und leben, auch f"T— :die 28 jar hero viel darauf gewandt"; J. C. seien in Jahresfrist * eöruar„über die 100 000 fl. auf solche sach gangen, bei der stadt Genfund Metz, in die 30000 ducaten angehalten verrauge relatio [Lücke],haben doch die volgen lassen; 1 die durchzuge rühren die Pfalzauch gemeinlich"; J. C. könne daher nicht so viel dazu tun, alser gern wollte. Wollen die andern hören und erinnern, „was siesich mit Saxen unterredt, nemblich das es an geld geschehenmuste". Assekuration: am Besten Metz, Toul und Verdun zuerlangen, was aber schwerlich zu erreichen, „welches teils ein anderhalt"; daher schriftliche Obligation, auch durch die Fürsten desGeblüts zu unterschreiben. Die Verhandlung mit andern Ständenentweder zu verteilen oder besser hier Schickung oder Sehr, anandere behufs Vorbereitung der Legation zu vergleichen.

Brandenburg: habe von der früher bewilligten Summe dieHälfte erlegt und sei erbötig den Rest auszuzahlen.

Magdeburg: habe zweimal mitgeholfen; der K. als die Vor-mauer Deutschlands gegen die Liga nicht zu verlassen; haben,wie Sachsen bewusst, in ihrem Kreis bereits mit Beiziehung andererStände A. C angefangen, die bei einem gemeinen Werk sich ge-neigt erzeigen wollen. Entweder das Volk auszuteilen und anGeld anzuschlagen oder auf eine Summe Geldes zu schliessen, wobeisie sich nach ihrem Anschlag beteiligen wollen. Zeit der Hülfe:„man bedarfs alle tag". Obrister: wollen sich resolviren. Stärke:6000 Pf. und 2 Regimenter Knechte. Assekuration: Wiedererlang-ung der 3 Städte; Unterschrift der Fürsten von Geblüt.

Ansbach: Beschwerlich neben dem andern Werk, aber nötig;ad referendum; wollen sich so erzeigen, dass man zufrieden; fallsauf Volk zu richten, auf ein Haupt zu denken ; andere beizuziehen.Braunschweig: Verlesen und überreichen ihren Befehl; 2 „ihrher hab disfals die feder selbst angesetzt"; man dürfe sich selbstnicht entblössen; „hetten etwas geben, werde nicht heimblichbleiben; und weiln man in der verstentnus sich verglichen, contraexteros sich defensive allein gebrauchen zu lassen, tut man aberdas mit Frankreich, so gebe man offensionem, derwegen könntees" [Lücke].*

* Ansbach. Prot: Befürchte, wann man viel tue, werde 63 vomGegenteil pro offensione genommen, und er werde dadurch „deme, derime sunst gern in hären", Ursache zum Augriff geben. „Quaerit, obdie supetiae beharlich sein sollen. Dan wan das nit ist, wer besser,man lis bleiben." Wolle sich nachher gegen Sachsen schriftlich er-klären. „Haben doch nicht verstanden, das ir herr sich gar absondernwerde." '

1 Vgl. No. 285; 331 (S. 312 A. 2); 364,

' Instruktion, Wolfenbüttel 10. Jan. (Hannover, Or.): eine einseitigeUnterstützung Frankreichs würde der Verständniss einen anderenCharakter und andern ansam belli geben; er werde sein Land nichtentblössen, geschweige denn „demjenigen, der da villeicht unser haargern hette", Gelegenheit geben.