Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
455
Einzelbild herunterladen
 

485. 1591 455

ersuchen, wie ihr Herr schon in seinem Kreis getan. Da aber JanuarSachsen gegen Verzögerung, sollen die Anwesenden schliessen. Fel)ruarOsnabrücks wegen gebe es einen Kreistag; ob nicht beide Sachenden andern vorzuhalten? "Wolle es nicht bei 8000 bleiben lassen.

Ansbach : wie oben.

Braunschweig.: Habe „vorlengst" über 20 000 Taler erlegtlaut Quittungen; sei nicht gemeint gar nichts mehr zu tun,* sondernwolle sich nach Bericht bedenken und gegen Sachsen erklären.„Stehe in grosser forderung wegen Clemont herzog Erichs halber. 1Wolle man helfen, muss es continuirt sein; denn sonst möchteman die französichen hendel uf die herrn in Deutschland ziehen".Ad referendum..

Hessen: Beiziehung anderer nötig. Da aber legati unterwegs,jetzt dazu zu tun. Hessen habe „zum vorigen werk" 40000 fl.erlegt; täten andere jezt eben so viel und sollte es dann nochfehlen, so wollten sie sich auch mehr erklären; „das mans alsouf volk richten solte, muste man in terminis bleiben".**

[Ansbachisches Protokoll.]

Sachsen: Ihr Herr meine nicht, dass man mit Geld helfensolle, sondern das Geld zu wege bringen und in jedes Herrn LandVolk damit werben; wolle noch 25 000 Taler vorstrecken; jederKurfürst solle das Gleiche und andere nach ihrer Gelegenheitdazu tun.

Wer das Kriegsvolk führen soll?

Pfalz: Ad referendum. Haben Befehl nicht über 20 000. 'Führer: Christian von Anhalt, der dazu qualifizirt, wenn man ihmverständige Leute beigebe.

Brandenburg: Bleiben bei ihrer Meinung. Für Anhalt.

Magdeburg; Ebenso; „10 000 fl. kont ir her geben".

Ansbach: Kein Befehl; hofft 10 000 fl.; ad referendum. „Da-gegen hat man mir anzeigt, mein herr hab noch nichts getan, sichgegen den cburf. auf 20 000 fl. erpoten". Hessen: wie vorhin.

Sachsen: Ihr Herr wolle 30 000 fl. dazugeben und bitte dieandern sich endgültig zu erklären. Man soll in eines jeden Landwerben lassen.

Pfalz: Bleibt bei 20 000; die weiteren 5000 ad referendum.

Brandenburg: Bleibt bei den 15 000 Talern.

Ansbach: 10000 ad referendum.

[Sächsisches Protokoll.]

Dinstag 2. Februar Vormittags.

Sachsen: Wollen jetzt die Verständnissnotel, Präfation unddann Punkt für Punkt verlesen und wünschen, „das man sich dabeisoviel muglichen vorgeblicher disputationes zu beförderung dersachen enthalte".

* Ansbach. Prot: „sonder alein erinert, das man nicht crabronesirritiren soll".

** Ansb. Prot: „Ire hern mochten noch 20000 fl. -anlehens weisdarstrecken".

l