484—485.
1591
431
beschlossene Geldhülfe für Ernst im kölnischen Krieg bei allenStänden ihrer Faktion mündlich zu suchen und nicht wenig erlangthaben, 1 den Beschluss der jetzigen Versammlung andern treuherzigenevangelischen Fürsten und Städten „durch eine geringe legation"mitteilen und um Beisteuer ersuchen; dies zuvor mit den Säch-sischen zu beraten. Schlägt zur Beseitigung der Trennung inreligione Zusammenordnung je eines friedfertigen Theologen undeines politischen Rats von jedem Fürsten vor, „de statu contro-versie mit einander zu reden", wodurch man „zu einem algemeinensynodo algemach praeparatoria machen könnte", zu dem sich auchder K. von Frankreich erbietet.' Touraine und Pallavicino werdenwohl bei ihnen angekommen sein und darüber Auskunft gebenkönnen, „wo man den angriff am ersten tun soll, in Frankreichoder in Niederland", sowie was England und die Staaten bei diesemWerk tun wollen.
„Datum Heidelberg, den letsten januarii ao. etc. 91."
Ma. 545|7 f. 83 ff. Or. (zurttek nach Heidelberg; präs. 18. Febr.).
485- Protokoll des Konvents zu Torgau.(19. Januar — 2. Februar.)
Ankunft der Gesandten: 19. Januar Kursachsens (die RäteHeinrich von Bunaw zu Nederschitz und Dr .Eberhard von Weihe 8 );sie trafen bereits an: Braunschweig (Kaspar de "Wrede, obersterLeutnant, D. Joachim Götze und Kammersekretarius Georg Burk-hard von der Lippe); 20. Januar Kurpfalz (Fabian Freiherrund Burggraf zu Dohna, D. Ludwig Culmann und ProtonotarJohann Kauffman), Kurbrandenburg (Georg Rebeck, Oberhofmeister,Bernd von Arnim, Landvogt, Christian Distelmeier, Kanzler undWolf Theuerling, Kammersekretarius; übergaben weder Vollmachtuoch Kredenz); Magdeburg (Stachius von Wolffen, Oberst,D. WilhelmMeckbach, Kanzler, und Erasmus Langenhain, Kanzlist); Branden-burg - Ansbach (D. Johann Büttner und Christoph Volker,Kanzlist); Hessen-Kassel und Hessen-Marburg (Antonius vonBersabe, Amtmann zu Schmalkalden, D. Heinrich Hundt, Kanzler,Johann Riedesel, Erbmarschall, und Heinrich Arnolt, Kanzlist).Die Verzeichneten gaben sich bei den kursächsischen Räten an,„aber daneben kein mandat überreicht". Mecklenburg erschiennicht zum bestimmten Tag.
Am 21. Januar berieten die Sachsen mit den Uebrigen,doch separatira, hierüber; man beschloss auf Mecklenburg zuwarten, dessen Kanzler D. Jakob Bording inzwischen ankam, sich
Januar
FebruarTorgau
1 Vgl. Gott. Gel. Anz. 1897 S. 315 A. 1; Ruetz, FinanzzuständeS. 23 A. 3.
• Vgl. S. 342 A. 2.
8 Krell kam erst später nach Torgau; noch am 31. Jan. Conc.eines kurf. Sehr, aus Dresden an Weihe und Bünau von seiner Hand(Dr. 9304, f. 355). Das hier benützte sächsische Protokoll ist nicht ganzvollständig und daher gegen den Schluss durch das ansbachische ergänzt.