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Sl.Januar bei der Widerspänstigkeit Mecklenburgs „aus Unwillen wol einHeidel- merers tun" will, in der Hoffnung dass andere nachfolgen, hofft erDe rg bei seiner Zusage von 20 000 fl. bleiben zu können, da er schonder Stadt Genf und denen zu Metz ansehnliche Geldhülfe geleistetund seine früher dem König bewilligte Steuer voll erlegt hat;kommt es zum Aeussersten, so dürfen sie „gradatim" bis zu 30 000gehen. Die Hülfe soll nicht nur mit Geld, sondern mit Volk geleistetwerden; in diesem Fall werden die andern wohl auch mit dem vonSachsen und ihm zum Führer ausersehenen Herzog Christian vonAnhalt einverstanden sein; demselben wäre von etlichen der vor-nehmsten Fürsten ein Kriegsrat nach dessen Gefallen zuzuordnen-möchte Graf Hermann von Wied zum Obersten über ein RegimentKnechte und Dohna zum Obersten über 1000 Pferde vorgeschlagensehen. Mecklenburg betr. ist es zu erbarmen, dass sich die Herrenzum Teil von ihren Theologen dergestalt einnehmen lassen, dasssie die Ehre Gottes (um die es sich hier vornehmlich handelt), desgemeinen Vaterlands und ihrer selbst Wohlfahrt nicht in Achtnehmen. Das Intent der papistischen Liga geht auf gänzlicheVertilgung des Evangeliums; dass M. den K. von Frankreich, dermit den Evangelischen im Hauptwerk einig ist, für ärger undgeringer als einen Papisten achten und soviel armer Seelen in derVerfolgung zu Scheitern gehen lassen will, sollte von einem Christen-menschen nicht gehört werden. Von der ungeänderten A. C.,worin man sich im Artikel von der Person Christi mit der römischenKirche einig erklärte, ist M. wie nachher auch von der geändertenweit abgewichen. M. müsste, wenn er sich rund zur A. C. von1530 bekennt, gut papistisch und ein Anhänger der Transsubstan-tation sein.* Wenn er sich gut lutherisch rühmt, so haben diewürtembergischen Theologen einen Streit von der Gnadenwahl, delibero arbitrio und de Providentia erweckt, „in welchen puncten dochLutherus selbsten nicht derselben meinung, sonder mit uns einiggewesen, wie in seinem büchlin de servo arbitrio zu finden"; M.ist daher von seinem Theologen nur geblendet, soll daher nicht aufdie Uneinigkeit der Lehre, sondern nur auf Gottes Wort als Richt-schnur sehen. Bei dem Ueberfall der spanischen Liga, den Deutsch-land zu gewärtigen hat, falls diese Gelegenheit mit Frankreich ver-säumt wird, soll niemand denken, „das man eines lutherischenStands vor einem andern Evangelischen werde verschonen". In denExkommunikationen, die auch Trier publizieren Hess, werden dieLutheraner als vornehmste Ketzer vorangestellt. Die Venedigerund etliche italienische Fürsten begünstigen den K. von Frankreichebenfalls, nicht der Religion, sondern ihrer eigenen Gefahr unddes Wohlfahrt Italiens halber. Wie viel mehr sollten es Glaubens-genossen tun! Ob nicht M. durch die andern evangelischen Stände(da er bei M. verhasst) in obigem Sinn zu ersuchen? Falls ver-gebens, Herzog Hans von Mecklenburg um Hülfe anzugehen. Mansollte, wie vormals die 3 geistlichen Kff. auf einer kurzen Tagleistung
* Durchgestrichen: „So weren auch S. L., wann sie sich zu derselbenbekennen, noch selbst papistiscb, dieweil die mess darinnen gutgeheissenund bestetigt worden".