400 1590 442—443.
(„Mündlich verrichtet und abgelesen, fürter schriftlich zurmeinzischen canzlei gelifert, auch m. m. den kais. commissarienübergeben Frankfurt 15. Octobris ao. etc. 90"). 1
Mb. 414|77 f. 858. Cop.
15. Oktbr. 44$- Schomberg an Christian von Sachsen.'
Frankfurt (Hoffnung Heinrichs IV. auf den Kf. Mit dem Hülfszug nach Frank-reich nicht bis zum Sommer zu warten. Die Auszahlung de3 Geldsund die Ernennung der Befehlshaber vor dem Eintreffen der kgl.Erklärung vorzubereiten. Vermeidung der 1587 begangenen Fehler.Seine Krankheit; kommt nach Sachsen. Ein Sehr. Brandenburgs anSancy. Geldhülfe für die Garnison von Metz.)
Auf Chr. Sehr. 28. Sept. (Zettel). Kennt Chr. Gesinnunggegen den König, der durch seine Sehr, und Palavicini's An-bringen darüber genügend unterrichtet ist. Der K. erwartet Hülfevon hier aus durch den Kf. Die in seinem eigh. Sehr, unlängstenthaltene Nachricht aus Frankreich hat er von Sancy's Sekretär,der aus dem Lager kam; ausserdem haben es ein Bruder Sancy'su. a. geschrieben. Diffikultäten bei der künftigen Werbung (dader Winter vor der Türe) sind ihm unverständlich; bei dem mildenWinter in Frankreich hat man dort seit 30 Jahren Winter undSommer Krieg geführt und im Winter fast mehr ausgerichtet alsim Sommer. Die Erschöpfung der Dörfer kann sich nur auf dieOrte beziehen, wo die Haufen lange gelegen. Der Feind kannauch nicht von der Luft leben; so gut wie seine Pferde könnensich die unsern im Feld erhalten. Das kgl. Lager war stets bessermit Proviant versehen, als das der Feinde. Uebrigens können dieReiter doch nicht vor Februar auf der Grenze sein; jeder kenntden frühen Sommer in Frankreich; im Notfall können die Pferdeeinige Nächte von der grünen Saat leben. Der Anzug nach Reifedes Getreides werde für den König viel zu spät kommen. Kenntjedoch des K. durch Palevicinum zu erwartende Vorschlägebetreffs der Zeit nicht. Will keineswegs den Kf. zur Zahlung desAnritt- und Laufgelds vor der kgl. Deklaration drängen, sondernnur empfehlen alles darnach vorzubereiten, dass es beim Eintreffen
1 Im Kff. Rat von Pfalz vorgelesen. Die Geistlichen erklärten,sie hätten es ungern vernommen, bezogen sich auf die Motivirungihrer Vota, die ja keineswegs die Hülfe für die Bedrängten unbedingtverworfen hätten, und baten nochmals sich mit ihnen anders zu ver-gleichen, widrigenfalls sie den Kommissaren Mitteilung machen müssten.Die Weltlichen erwiderten, ihre Erklärung im Namen ihrer Herren seinicht geschehen, Trennung zu verursachen, „und hetten verstanden,was gestalt inen I. Ch. und F. Gn. uferlegt, einiger ferneren berat-schlagung nicht beizuwonen; hoffen, sie in deme desto weniger zuverdenken" (Prot.). Vgl. Pieler a. a. 0. (entrüstete AuslassungFürstenbergs).
2 Dr. ebd. f. 535 ein Or. Sehr. Schombergs an Chr., Frankfurt13. Okt. worin die Verzögerung der Audienz Pallavicino's und Staffort'sbei Heinrich IV. durch die Erwartung einer Schlacht erklärt wird;laut kgl. Sehr, vom 24. Sept. an ihn und die Gesandten habe der K.P. summariter gehört und zur Abfertigung nach Mantes beschieden.Vgl. No.