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zu wollen. Der kölnische Abschied und die R. Ordnungen schliessenaber neben der wirklichen Hülfe die Anwendung anderer Mittelnicht aus; im jetzigen Fall wäre aber selbst die gesammte Kreis-hülfe nicht ausreichend, wie sie mündlich und schriftlich zurGenüge ausgeführt haben. Daher haben sich ihre Herren für Fort-setzung der Friedenshandlung entschieden, nachdem beide Teilesich zur Restitution bereit erklärt haben; es würde seltsam seintrotzdem zur Gegenwehr zu greifen. Die beschwerten Stände selbstverlangen die sofortige Exekution nicht, wie der Beschluss des F.Rats zeigt; es wäre seltsam, wenn die Gesandten der Bedrängtennachträglich hievon abgewichen sein sollten- Bleiben daher beiihrer vorigen Meinung und weisen die ihnen gemachten Vorwürfeentschieden zurück. Bezüglich der Stimmenmehrheit lassen sie esbeim Herkommen bleiben. 1
Hb. 4.14)77 f. 817 ff. Cop.
14. 441, j 0 hann Casimir an die Räte zu Frank fürt.
Oktober
H berff 1_ Auf deren Schr " vom 12, *) Billi S l das Abwarten der Reso-
g lution der Kommissare, 2 falls diese nicht etwa erst Bescheid beim Kaisererholen ,■ spricht die Resolution sich für die Geistlichen aus, unter Protestabzuziehen; verzieht sie sich, so haben die Sachsen und Branden-burger inzwischen Gelegenheit, „sich uf beschehenes berufen beiuns einzustellen", weshalb bei ihnen Anmahnung zu tun. 2) Die S.und Br. werden wohl instruirt sein; 8 man kann trotzdem mit allenEvangelischen darüber reden. 3) Das Begehren Kölns* ihm aufR. Kosten Kriegsvolk zu unterhalten sehr bedenklich. Köln erbietetsich nicht dafür dem R. irgend eine Festung einzuräumen, sondernwill das Volk derart im Stift verteilen und mit andern Soldatenoder vielleicht Bürgern und Landvolk „underspicken" dass er ihrerganz mächtig sein könnte; zu geschweigen, was bei Rückkehr Parmaserfolgen könnte. Will Köln die Spanier aus dem Erzstift schaffen,so dass die Staaten von dorther nichts mehr zu befahren, so könnteman die Staaten nochmals im Namen der Stände an ihr Erbieten
1 Am 13. Okt. wurde diese Erklärung durch Mainz im Kff. Rat,hierauf in Gegenwart beider Räte die Resolution der kais. Kommissarenebst zwei burgundischen Schriften verlesen (Prot., vgl. Pieler S. 136).
ä Das Schr. der Räte vom 12. (pr. Heidelb. 13. Okt.) hatte bemerkt:es würde in der Tat das vorherige Wegziehen seltsam aussehen unddenen, die es tun, die alleinige Schuld der Erfolglosigkeit des Tagszugeschrieben werden.
8 Das Schr. vom 12. hatte dies bezweifelt.
4 Das Schr. vom 12. äusserte über ein köln. Memorial (in Cop.beigelegt), das vorgeschlagene Mittel sei „nicht gar aus dem weg"und könnte das in Güte verschaffen, was man sonst mit Schwert-schlägen zuwege bringen müsste, nämlich Bonn und Neuss. — Es istzu beachten, wie die pfälz. Gesandten zu Frankfurt, von Heidelbergaus immer zum schärfsten Auftreten vorwärts gedrängt, noch imletzten Augenblick für ein gemässigteres Vorgehen eintreten. J. C.Schr. vom 14. erhielten sie erst nach ihrer Abreise von Frankfurt am16. bei Zwingenberg (?).