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3 (1903) 1587 - 1592
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396 1590 436437.

8.0ktober 43ß. ßennonius an Pfalzgraf Philipp Ludwig.Köln

Hat der bewussten hessischen Sache nachgedacht (vgl. Sehr,des Pf. 26. Aug.); könnte man vertraute Leute unserer wahrenA. C. und nicht der kalvinischen geneigt bei dem Fräulein habenso könnte man die Sache zu einem glücklichen Ende bringendan man dem von Hessen nicht ongewogen; wiewol man derreligion halber sich anfenglich geweigert, hat man doch auf inge-nommenen jegenbericht, das man nicht calvinisch, sondern luthersgesinnt, das gemuitbalde geendert." 1 . . Mit dem alten und jungenHerrn steht es peinlich;roifen und schrien beide crueifige überdie Spanier, aber keiner will es verstehen noch sich der armenundertanen verderben annehmen". Ph. L. sollte unter dem Scheineines Besuchs eine Zeitlang sich hier aufhalten; das könnte dieBeschwerung von Land und Regierung heben; auch die SchuldenHessen sich beseitigen und eine andere Ordnung einrichten. 2 Hatin Geheim vernommen, dass Otto "von dem Bylant Herr zuRaidt beim Kaiser wegen Ph. L. Schwester zu Preussen Successionnach Absterben des jungen Herrn ohne Erben anhalte und deinKaiser viel tausend verheissen habe; das Geld soll durch Wechselauf Nürnberg aus Preussen gemacht sein;darzu dann die vor-habende bestetnisse mit dem jungen churfursten pfalzgraven zuHeidelberg helfen solte"." . .

Mc. Neuburger Korr. I. (No. I. 159092). Eigb. (pr. Neuburg 17. Okt.)

Oktober ^' Lob » e t ius an Paul Hochfelder.

Sträss*

bürg Weiss nicht, ob H. nach Frankfurt über Heidelberg gegangen

ist. Sancy ist von hier am 6. weg nach Basel. Man sagt, Ans-bach habe sein Geld zur Zahlung bereit, sobald marschirt wird.II faict saigement, affin qu'on ne mange les bletz vertz, faisantjugement des choses futures ä cause des passees. Le s r Grauiset[?] est alle ä Heidelberg avec lettres dudit s r de Sancy pourregarder d'obtenir quelque chose; je le desireray bien pour l'amour

1 Es handelt sich um den Plan einer Vermählung Sibyllas vonJülich mit dem jungen L. Moritz von Hessen; vgl. No. 338; Stievein der Z. des Berg. Gesch. Vereins XIII, 29 (mit Belegen für dasJahr 1591). Bennonius kommt in seinem Sehr, an Ph. L. vom Nov.und Dez. 1590 wiederholt auf die Sache zurück und betont am 18. Dez.noch einmal, man habe nur des Calvinismus wegen Bedenken gehabt,was abermein vertrauter freund gar wiederlegf; Ph. L. Gemahlinmöge mit Sehr, und schwesterlicher Vcrmahnung weiter anhalten.

2 Am 19. Nov. empfiehlt B. dem Pf. Sendung eines Sohnes unterdem Schein der Studiums nach Köln, der dureh seinen Hofmeister beimalten Herrn den Heimfall der Lehen Mors undByenburg" an Jülichfördern könnte; auch würde der junge Herr [von Jülich]des herzengrund, daedurch die melancholia kommen, anzeigen und vermelden";man habe ja auch hier im Kapitel zwei junge Herren von Baiern,wohl um die Herzen der Kapitularen für ihre Successionpost mortemnofitri reverendissimi" [Kf. Ernst] zu gewinnen (Mc. ebd. eigh.).

3 Vgl. No. 428.