409. 1590 377
409. Instruktion Johann Casimirs für seine auf den 5.Septb rDep. Tag abgefertigten Räte Fabian von Dohna, Heidel-Adam Gans zu Putlitz und Dr. Ludwig Culmann.
Zunächst bleibt es bei den beiden früheren Instruktionen fürdie beiden Kreistage zu Köln. Gute Korrespondenz mit denKursachsen. Die Verschiebung der Sache auf einem R. Tag keinen-falls zu bewilligen; vgl. den R. Abschied von ao. 55, wonach erstbei Unzulänglichkeit der gesammten Kreishülfe an den Kaiser zugehen und ein R. Tag auszuschreiben ist. Zu der (unnötigen)Ergänzung der 5 Kreise der obersächsische vorzuschlagen. ZumHaupt einer wirklichen Hülfe nicht Jülich oder ein niedersächs-ischer Fürst, jedenfalls kein früherer spanischer Diener, zum Oberst-leutnant etwa der Herr von Raidt trotz seines Alters zu wählen.Hülfe mit Volk, höchstens dreifach. Abforderung der Deutschen inspanischem Dienst und Verbot weiteren Zuzugs. Ueber die Augs-burger 2 Monate nicht weiter zu disputiren. Interpellation derRäte der geistlichen Kff. durch die der weltlichen; vgl. sein Sehr,an Sachsen vom 20. August. Anzuregen drei Mittel für einen Friedenin den Niederlanden : 1) Freilassung der Religionsübung, 2) Her-stellung der Privilegien und 3) Abschaffung der spanischen Guber-namenta. Hat Interzession für die Stadt Köln beim Kaiser getanund deshalb an Sachsen geschrieben; auf eine Gesammtinter-zession der Stände zu dringen. . . .
Mb. 414177 f. 212. Or.
Bern 1875, S. 217 f.). Ueber seine Bezeichnung als „le coureur" vgl.Anquez S. XXXIV A. 1. Der Adressat des Briefs ist nicht leicht zuermitteln. Die letzten Sätze zeigen ein Interesse an den theologischenWirren, das durch den Hinweis auf „les procedures de vos cafars"auch bei dem Adressaten vorausgesetzt wird. Ich würde am Ehestenan einen Vertrauensmann in Strassburg, etwa Lobbetius, denken; das„dessain de vostre voisin" im letzten Satz könnte sich dann auf dieweiter oben im Brief erwähnte Traktation zwischen Metz undLothringen beziehen (vgl. No. 399). Was die ebenfalls im letzten Satzerwähnte Sendung an Heinrich IV. betrifft, so erfahren wir hierübermehr durch ein Sehr, aus Frankfurt vom 21. Sept. an einen deutschenFürsten (wohl Anhalt, deutsches Conc. Bern, Bibl. Bongars, B. 149No. 79). Der Schreiber, Sancy (nicht Bongars, wie Hagen annimmt),meldet seinen Entschluss, wegen der Missverständnisse über die Hülfeund vieler nicht brieflich mitzuteilender Dinge eine vornehme Personzu mündlichem Bericht an den König zu schicken, bei welcherGelegenheit „E. F. Dt." die Pferde zum Geschenk für den K. mit-schicken kann ; ein P. S. vom 22. Sept. teilt Cop. eines kgl. Sehr, mit,das ihm einer seiner Diener vom Hof brachte; der Adressat soll seinemBrauch nach vor andern die eiligste Hülfe befördern. Aus den Sehr.Schombergs an Sachsen vom 21. Sept. und 15. Okt. (s. u.) wissenwir, dass das kgl. Sehr, vom 28. Aug./7. Sept. nebst mündlichem Berichtden Gesandten in Frankfurt durch einen Sekretär Sancy's überbrachtwurde. Am 23. Sept. schreibt Sancy aus Frankfurt an L. Wilhelmunter Verweis auf das kgl. Sehr., er wolle sich nach langem frucht-losem Aufenthalt hier zum König begeben, doch nur mit ZustimmungW. (Marb. Or.), dessen Antwort vom 23. Okt. S. nichts als Empfehlungenund fromme Wünsche für den K. aufträgt. S., der am 6. Okt. vonStrassburg nach Basel ging, wurde dann durch die Kämpfe zwischen