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die eigenmächtige Vermehrung der städtischen Abgeordneten zumDep. Tag (Köln und Nürnberg) auf eine kathol. und drei A. C. Städtesowie die Restriktion der kölnischen libertas voti per maiora fürunzulässig; Köln habe dieses Zeichen des Misstrauens nicht ver-dient und mit Recht protestirt; sie sollen sich auf dem Dep. Tagan die kais. Kommissarien wenden. 1 Zum 2. Punkt erklärte Kurz„das gleichwohl solche comminationes bei . . herzogen JohanCasimir nit neu und das I. F. Dt. auch wol etwas attentierendurften"; der Kaiser werde aber eine solche Beschwerung einerso ansehnlichen Kommune der Religion halber nicht zulassen. . . ,Am 23. kam der Grossmayer von Lüttich Hermann von Lindenals Gesandter des Kf. von Köln hieher; hatte schon Audienz; sie batenKurz um Mitteilung, falls L. etwas gegen den Rat vorbringensollte. Kurz erklärte, bisher sei nichts dergleichen vorgekommen.Die vom Rat überschickten Beilagen. Man glaubt „dieser ort",die Stadt Köln habe trotz der unruhigen Zeiten nicht ab, sondernpublice und privatim zugenommen, „welchs, dieweil die gemuterallenthalben damit eingenommen, abzulehnen arbeit haben will. 2
Köln. Berichte der Kölner Gesandten 1590. Or.
24.August 401» Johann Casimir an Wolfgang von Mainz.
Germers-heini Hat von seinem Amtmann zu Bacharach Meinhart von Schom-berg gehört, dass W. die schon öfter zwischen ihnen erörterte per-sönliche Zusammenkunft wieder angeregt hat, und erbietet sichW. am 8. oder 9. September in Höchst zu besuchen, auf W. Wunschderart, als ob er nur auf der Reise nach Nauenheim vorsprechenwürde. 8
Mb. 414|77 f. 180. Conc
21August402. D. Andreas Fabritius an D. Hennig Hamel.'itonigs- (p r eussische Heiratshandlung; die Herzogin will den Kaiser hereinziehen.)
Hat wegen des zu Halle unter andern geheimen Sachen be-rührten Verdachts gegen seinen Kollegen Hans von Tettau, alshabe derselbe zu Köln in einer Konversation sich nicht gutbrandenburgisch erzeigt, Erkundigung eingezogen. T. wurde vonder Herzogin in Schutz genommen und erklärte ihm selbst, sein
1 Der ßtädtetag zu Speier hatte beschlossen den beiden zum Dep.Tag beschriebenen Städten Köln und Nürnberg noch zwei weitere,Strassburg und Frankfurt, beizuordnen (Abschied Speier 24. Juli a. St.,Köln, Städtetagsabschiede de annis 1590/91/92).
3 Vgl. hierüber Weinsberg IV, 104; 107.
3 Vgl. No. 358. W. schlug am 27. Aug./6. Sept., da er ebennach Aschaffenburg reisen wolle, eine spätere Zusammenkunft inSteinheim oder unter Beiziehung Triers in Mainz vor (ebd. Or.). EinSehr. J. C. vom 30. Aug.. (ebd. Or.; nicht ausgefertigt) lehnt TriersBeiziehung ab.
* F. und der im Sehr, erwähnte Tettau sind preussische Räte,Hamel magdeburgischer Rat.