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besprach zu Köln mit dem von „Potlist" sei falsch verstandenworden. Die Herzogin ist der Sache nicht ungeneigt und wartetnur auf die väterliche Erklärung, beabsichtigt übrigens auch, dasie durch vornehme Leute vom Kaiserhof erinnert wurde nach demBeispiel ihres Vaters ihre Kinder nicht ohne kais. Rat zu ver-heiraten, 1 den Kaiser um sein Bedenken darüber zu ersuchen, welchesder beiden bewussten Häuser dem andern vorzuziehen. Er brachtehiegegen alle möglichen Einwände vor; da er besorgt, „dasman etwa den dritten durchs haus Osterreich geben und demalten trappen, durch heirat zu wachsen, nachgehen mochte," n. a.es könnte aussehen, als wolle die Herzogin das Haus Oesterreichselbst invitiren; ginge Oesterreich darauf ein, so würde sie Ursachegeben „ihr fleisch und Mut nicht allein, sonder auch die landeund evangelischen stende in das leidige pabstum zu stecken", eskönnte bei Brandenburg grosse Weitläufigkeiten veranlassen u. s. w. 2Sie entschloss sich endlich ein Sehr, an den Kaiser zu verfassen,aber dessen Absendung seinem Herrn dem Markgrafen anheim-zustellen.
Berlin R. XXXV. C a. Cop.
403. Johann Georg von Brandenburg an Christian 28.
von Sachsen. Au ß ust
Karzig
Kann nicht mehr tun, als dem K. von Navarra die bewilligten30 000 Taler vollends vorstrecken; hat aber Chr. u. a. Fürstennichts vorzuschreiben. 3
Dr. 9305. Or.
404. Christian von Sachsen an König Jakob von30.August
Schottland. Dresden
Auf J. Sehr, vom 8. Juni, überreicht durch Guilielmus Stuartusuud Johannes Skenaeus. Hält den von J. vorgeschlagenen Wegfriedlicher Interzession für völlig aussichtslos; jeder derartigeSchritt würde nur der List und Treulosigkeit der Gegner zu
1 Am 20. Aug. schreibt Herzogin Maria Leonora aus Königsbergan M. Georg Friedrich, ihr Gesandter Otto Bilandt zu Reidt habedie kais. Konfirmation ihres Heiratsvertrags noch nicht erhalten;man habe ihr vorgehalten, sie habe ihre älteste Tochter ohne Vor-wissen des Kaisers dem K. Sigismund von Polen zugesagt (ebd.XXXV. >, Or.); vgl. hiezu Z. f. preuss. Gesch. IX, 354 f; 358.
2 Vgl. hiezu Eh s es I. 2, 420.
8 J. G. hatte bereits am 16. Aug. aus Küstrin dem Kf. Christian,der ihm seine Korr. mit J. C. mitteilte (S. 361 A. 2), erklärt, er habedem König ein Darlehen von 30 000 Talern bewilligt, wovon 15 000schon erlegt seien (vgl. S. 230 A. 2); den Rest wolle er auf ferneresAnsuchen des K. erlegen, auch Zuzug von Volk gestatten ; mehr oderanders zu helfen sei ihm bedenklich, da er .allewege gerne dahingesehen, das man sich der franzosischen kriege zu geferlicher conse-quenz nicht so gar ser teilhaftig machen und dadurch den krieg inunser gemeines Vaterland deriviren möchte" (ebd. Or.).
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