304—306. 1590 289
304. Schomberg an Christian von Sachsen. 3. März
KasselHessen, der als Ort für den Konvent Kassel, als Zeit den1. April bezeichnet, gibt ihm die Einladung an J. C. und den jungenPf. nach Heidelberg mit und beklagt wiederholt seine Bedrohungdurch die jülichischen Praktiken der Spanier, die dann seineNachbarn würden und schon äusserten, sie wollten bald einenHerrn heimsuchen, der sich ihrer am Wenigsten versehe. Hat desbewussten Werks nicht mit einem Wort gegen den Landgrafen ge-dacht, der ihm sagte, man müsse ihm nicht viel Ausgaben zu-muten, da er u. a. dem Kaiser 20 000, dem L. Ludwig 10 000Taler geliehen habe; er antwortete ausweichend. Hörte zu Weimarbeim Schlaftrunk, Herzog Hans habe zu der bewussten Heirat keineLust. Der ältere Herr ist ein treuer und dienstwilliger Vetter Chr.
Dr. 7281. Eigb.
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305. Schomberg an Christian von Sachsen. 7 - März
Giessen
.... Man empfahl ihm die Vermählung des Königs mit derTochter des K. von Schweden 1 , die schön, jung und gottesfürchtigsein und 700 000 Taler Ehegeld bekommen soll; der K. könntedort schöne Kriegsschiffe haben und mit den englischen nach derkünftigen [spanischen] Flotte auslaufen lassen und auch als SchwagerPolens dort allerlei Benachteiligung Deutschlands verhindern.Bittet vorerst um Aeusserung Chr., „denn Stefan ist Georgensleibeigen knecht".
Dr. 7281. Eigh.
306. Johann Casimir an Christian von Sachsen. 10 > März
(Bericht über sein Zusammensein mit M. Georg Friedrich, seinen Auf- F 1 e 'enthalt in Nürnberg und seine Heimkehr. Pf. Friedrich und Pf. *>
Dorothea. Sein Geburtstag. Das bewusste Werk. Dutzbrüderschaft
mit Christian.)
. . „Wen du, wie ich zu dem lieben gott verhoff, glücklich undgesund zu dero geliebten gemahlin und junge herschaft angelangt,das were mir eine freude zu vernemen. Seit unser abreisen undscheidens bin ich mit meinem fr. herzlieben vetter und bruderM. Gorgen Fridrichs zu Brandenburg gen Plassenberg zogen, eintag alda still gelegen, den grossen willkum ausgedrunkcn, deinerim besten gedacht, darnach gedanzt. Hab ich dem wirt gedrunken,das er, dieweil wir gedanzt, hat müssen schlafen gehen; hab ichein hübschen perlencranz dieweil erdanzt. Darnach ist unser wirt
1 Anna, Tochter K. Johanns von Schweden, geb. 1568; sie starbunvermählt 1625(Ersch und Gruber, Enzyklopädie II. 20, 340).Im April 1589 hatte der Grosskanzler Zamojski ihre Verbindung mitdem (ältesten) Sohn des Administrators von Magdeburg angeregt (L e d e b u r,Archiv für die Gesch. Kunde des preuss. Staats XIV, 1834, S. 272 f.)Vgl. auch II. 175 A. 6.
Bezold. Briefe des Pfalzfjrnfen Jolmnn Casimir III, 19