Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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288
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288 1590 302303.

26. 302. ErnstvonMansfeldanGebhardTruchsess. 1

Februar

Eisleben Sachsen hat, als August von Lüneburg bei ihm zu Dresdenwar, Dr. Pauli zu der Sache verordnet, Lüneburg eine grosse Zusagegetan und Bruderschaft mit ihm gemacht. G. wird die Sache beiden Niederländern zu guten Wegen richten. . . Wenn Weiss zurück-kehrt, geüen sie nach Halle, wo Bongarsius bereits ist. Rät denWeiss an Frankreich zu schicken, um diesem die Bedeutung desStifts Strassburg, des einzigen, das die Reformirten nach dem Verlustvon Köln noch haben, sowie das Interesse Frankreichs an einer solchenguten Nachbarschaft zu Gemüt zu führen, ferner wie der B. vonStrassburg, ein ärgerer antesignanus als Trier, Würzburg und Worms,diekgl. Truppen verfolgt habe, undwas der suspectorum [Reformirten]meinung von ihm, das man ihm beim köpf etc. Intelligent pauca."

Strassb, A. A. 773. Eigh. (zum Teil ehiffrirt).

Februar 303. König Heinrich IV. an Schomberg.

März

(Extraict de la lettre escripte au s r Schomberg au ... .mars 1590). J'avois pense que le duc de Lorraine feroit mieulxson prouffict qu'il n'a faict du conseil de ses amis, dont il luy fustmieux advenu et ä ses subjectz que de se brouiller avec moy,comme il a faict. J'en suys mary non tant pour doubte que j'ayque dieu ne m'en face la raison que pour l'amour de ce qu'il n'avoulu croire ceulx, avec lesquelz je desire avoir une bonne amityeet intelligence, comme ilz fönt demonstration de desirer".

Ma. 545)15 f. 326. Cop. (cliiffrirt).

von diesem eingeleiteten Schritte zur Erwirkung der kais. Anerkenn-ung durch den Kf. von Sachsen weiterfuhren zu lassen, das Bündniasder weltlichen Kff. mit Mainz u. a. Katholischen zu betreiben (vgl.No. 281) und die diesjährige Unterstützung mit Truppen und Geldbei den deutschen Protestanten ins Reine zu bringen; die Wahl derObersten soll den Fürsten anheimgestellt werden, wobei Dohua wegender gegen ihn herrschenden Verstimmung wo möglich auszuschliessenwäre; doch muss man hierin und überhaupt sich hüten J. C. zu reizen,was sehr schaden könnte. Lothringen hat leider auf den guten Ratseiner Freunde nicht gehört. Sancy ist beauftragtde proposer etpoursüivre une ligue d'estat", der sich dann auch vermutlich die italien-ischen Fürsten anschliessen werden; dies ist aber fallen zu lassen,wenn die deutschen Fürsten, wie er hört, dazu keine Neigung haben(ebd. S. 311 ff.). Im gleichen Sinn schreibt der K. unter gl. Datumüber deutsche Hülfe und die Rücksicht auf J. C. an Sancy (ebd. 303 ff.),ferner an Hans Wolfgang von Schönberg mit der Bitte um Unterstütz-ung seines Bruders Kaspar bei den Fürsten (322 ff.). Baradat, dernach dem kgl. Sehr, an Württemberg vom 11./21. März die vorigenSehr, nach Deutschland mitnehmen sollte (Lettres miss. III, 175,ebenso an L. Wilhelm, Marburg eigh,), verschob seine Abreise bis zumAusgang der damals erwarteten Schlacht (bei Ivry 4/14. März).1 Vgl. Meister S. 354