Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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256
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256 1589 272-373.

sich bei der Strassburger Sache nur um gegenseitige Duldung derbeiden Religionen, wie von Alters herkommen, handelt. Dies kannernstlich erhärtet werden. Das andere wegen der Resignationfällt von selbst, da die Grafen zu derselben erbötig sind, falls S.u. a. es für gut ansehen. Das Erbieten mit den jungen ev. Fürsten,Grafen und Herren widerspricht dem 1. Hauptpunkt; man weiss,dass keiner mit gutem Gewissen dies tun kann.Und eben istdas der rechte griff, unsere confessionverwandten von stiften ebendadurch und mit den geschärpften juramenten, so uf den papst ge-richtet, fein höflich zu removiren oder abzuhalten". Vgl. die täg-liche Erfahrung mit den Geistlichen und die Einstellung der sonötigen K. G. Visitation wegen Magdeburgs. 1 Man sollte daherder starken und einmütigen offenbaren Zusammensetzung der Kff.und Fürsten von der andern Religion etwas ähnliches auf dieserSeite je eher je besser (z.B. unvermerkt durch Kreisversammlungenjentgegenstellen. Sie wissen kein anderes Mittel den Beschwerdenabzuhelfen oder auch nur dem Kaiser ev. jetzt richtig und ohneTrennung zu antworten. Viele grosse Sachen würden durch einesolche Vertraulichkeit gefördert und der Friede erhalten und wider-wärtige Praktiken abgewendet.

Str. A. A. 772. Cop.

7.Dezbr.273. Christian von Anhalt an Christian von Sachsen.Dessau (Bericht über die Heidelberger Familienkatastrophe.)

Traf bei seiner gestrigen Ankunft die kurf. und fürstlichenGesandten noch sämmtlich hier an. Will Chr.. berichten, was ervon einem über J. C. bewusste Sachen gehört hat.Und hatnemblich landgraf Georgen heubtmann zu Lichtenberg, so einerunter den abgesandten, folgenden bericht öffentlich über disch getan,das sein herr landgraf George von unterschiedlichen orten diesessolte verstendiget worden sein, das an dem pfelzischen hofe einPolacke gewesen, welcher sich für einen freiherrn ausgeben undsich mit den hofdienern wenig vorgleichen können; insonderheitwere er vormals mit dem von Donau und dem von Budlitz zuUnfrieden worden, auch ein ursach gewesen, das Rudlof Löser vomHeidelbergischen hofe gezogen. Gedachter Polacke habe sich nichtsdesto weniger bei der herrschaft zu insinuiren gewust, das er an-deren furgezogen worden, dergestalt das er dem Pfalzgrafen fürder tafel gedinet. Nun hette sichs begeben, das der pfalzgraf aufder jagt gewesen und unversehens einer gekommen, der nach demPolacken gefraget, den er ihm und sonst keinem andern ein schreibenzuzustellen. Darauf der pfalzgraf demjenigen das schreiben ausder hand gerissen, aufgebrochen und gelesen, ferner alsobald be-felich getan, gemelten Polacken gefenglich anzunehmen, welcherfolgende nacht nach Manheim in gefengnuss gefurt worden. Unddieses wüste man gewiss. Wer aber das schreiben geschriebenoder in wes namen und was darinnen gestanden, hielte man in

Vgl. S. 149; 182.