246 1589 262—263.
paucis certiorem facere volui. Ob man nun bei disen personenvischen oder krebsen werde, gibt die zeit zu erkennen. 1 Steffanbegehrt E. Gn. zu verstendigen, si werden vor dem ll ten von binnennicht verrücken. Etiam atque etiam vale.
Mb. 113|3c f. 16. Bigh.
9.Novbr. 263, Schrögl an Johann Casimir.
Heidel-
erg Berichtet über seine Verrichtung zu Hanau. Graf Philipp der
Jüngere hat das Fräulein 2 hieher geschickt und ist nach dem Elsassgezogen. Hat Schultheiss und Käte der Stadt Hanau J. C. Bei-stands versichert, worauf die Vertreter des Grafen Philipp die Rätemit der Ungnade ihres Herrn bedrohten und dieselben bei ihrerersten Erklärung wegen des Oberamtmanns zu bleiben aufforderte„sinteinmal es den andern nit umb den oberamtman, sonder umbdi religion zutun"; sie sollten das Fräulein ehren und schützen,
1 Vgl. meine Mitteilungen über „die letzten Jahre der Pf. Elisabeth"in den Abb. der Münchener Akad. III. Klasse, XIV. 3 (1879) 12 ff'hiezu Kluckhohn, ebd. XII. 2 (1873), 164 A. 1; Bi tter, D. G. Il'50f; Ehses N. B I. 2, 428; 488; Gott. Gel. Anz. 1900 S. 527 ff. -Meine in den Münch. Abb. S. 16 ausgesprochene Vermutung von derIdentität des verhafteten Polen mit dem früber (No. 216) erwähntenJägermeister Cbanovsky erwies sich als irrig angesichts der EintragungDohna's in seinem Kalender von 1589: „November. 2. iussus sum proficiscinoch Baden, propter Stanislaum Lubowiezky". Nach Mitteilung von HerrnGeb. Bat Caro (Breslau) erwähnt der Genealog Paprocki (1580) einenStanislaw Lubowiecki (aus dem Wappen Kurszaba) als „ritterlichen Jüng-ling"; St. stand wie sein Vater Bartosz und seine 4 Brüder im kgl.Dienst. Der Verhaftete versah in Heidelberg das Amt eines Vorschneiders(und Mundschenken)bei der fürstlichen Tafel; vgl.meine Abh.S. 14;21 A.l;Kluckhohn a.a.O. Auch Frangipani, der bei Ehses S. 428 als denAnlass zu seiner Verhaftung eine vermutlich ausgeschmückte Geschichtegibt, bezeichnet ihn als „trinciante" des Pfalzgrafen, Visconti (3./13. März1590) und der venezianische Gesandte (Gott. Gel. Anz. S. 529 A. 3)als „trinciante" der Pfalzgräfin. La II ug. III, 329 spricht nur von„le gentilhomme Poulennois", während der Berichterstatter des Land-grafen Georg hervorhebt, der Pole habe sich für einen Ereiberrn aus-gegeben (L. Georg an L. Ludwig 16. Novbr.; unten No. 273). J. 0.war kurz vor der Katastrophe nach Kaiserslautern gereist (JohannHeugel an L. Wilhelm, Heidelberg 2. Nov. Marb. Frkr. 1589, IV).Ein Sehr. Sancy's an J. C. vom 29. Oktbr. wurde am 4. Novbr. inKaiserslautern überreicht (Vermerk: „Pr. Casimirslautem, den 4. 8 bris[!] ao. etc. 89", Ma. 545/6); am gl. Tag schreibt J. C. aus Lauternan Braunschweig und an Kanzler und Bäte zu Heidelberg über diefranzösische Sache (ebd.). Eine Aeusserung Beubers in einem Sehr.an J. C.'j Heidelberg 3. November (ebd. eigb.), es heisse, Dohna sei hierüber die Brücke gezogen, also nicht wie er meinte nach Strassburg, zeigt,dass der Kanzler damals nicht in das Geheimniss gezogen war. Dohnaging von Baden nach Strassburg und kam erst am 16. Dezember wiedernach Heidelberg (Dohna's Kalender).
2 Die Kinder des 1580 verstorbenen Grafen Philipp Ludwig I. vonHanau-Münzenberg, deren Mutter Magdalena sich 1581 mit Johann vonNassau vermählt hatte, standen bis zur Mündigkeit unter Vormundschaft