; 261-262. 1589 245
samer wird er auf einen grünen Zweig kommen. Auch könnte dieVerwüstung Lothringens den Grossherzog („doch nicht leichtlich")au s den Sprüngen bringen „und der zöge darnach die andernitalianischen fürsten bei der faust hinder sich hero", was aucheine, doch nicht die vornehmste Ursache war, „darumb ichden von Sancy seinen zog durch Lotringen zu nehmen widerratenhabe; folget er meinem rat nicht, mag er seine gefahr darüberausstehen; damit aber wurde dem könige und teutschen reputationnicht gedienet sein, wo er irgent eine schnappe nimbt, da gottvor sei.
F. Es ist des königes gluck und heil, das die italienischenfürsten und die Gatholischen in Frankreich ihnen die gedankenschöppen, I. Mt. werde catholisch werden, den solches helt sie abeden spanischen furnemen so blind beizuplatzen und durch solcheIrennunge der catholischen stende und potentaten wird die Lignepeschwecht und die Christenheit eines generalreligionkriges gefreiet.Under des gehet irgent der tolle unsinnige hund der b'apst mit todeabe oder könig aus Hispanien ; so bleibet der Ligue werk sticken.
G. Solches muss dem bapst nicht allerdinge wol gefalle, dener nicht hat wollen dem könige sein begengnuss zu Rom halten,wie man sonsten allen catholischen königen zu tun pfleget." Eswäre notwendig und dem K. zuträglich, wenn auch der Kaisernach bisher stets geübtem Brauch Trauer anlegte; jedenfalls trauernin Frankreich K. und Königin, wenn ein römischer Kaiser stirbt. 1
Dr. 9304. Eigh. (Schomberg).
262. Kolbinger an Dohna. .5. Novbr.
Heidel-
. . „Hodie tandem M. T. litteras 2. huius datas a nebulone g
accepimus admirarique satis non potuimus, famulum tuum absquelitteris ad nos rediisse; finxit furcifer, se a praefectis Badensibusdetentum et de litteris perscrutatum fuisse, quod neque crederepotui et falsum esse iam iam ex tuo cognovi. In tanta igitur reiincertitudine putavimus negocium maturandum, quamvis in ea egomagis magisque confirmer sententia, suspitionem illi nullam subfuissenee de fuga cogitasse. Sed facile illi aliquid ex termis innotescerepotuit. Itaque eum heri paulo post famuli tui reditum in aedesMarschalli accersivimus, accersitum in curiam, deinde ante diluculumManhemium sine strepitu et nemine quasi animadvertente captivum,ut iussi sumus, curavimus. Nihil quasi timoris alieuius aut cons-cientiae perterrefeetae simili deprehendimus. Idem aeeidit paulopost eademque nocte gibboso illi notissimo, deliciis Madamaenostrae. Nam eodem temporis momento de ea re litteras prineipisaccepimus et ex tuo de reditu Poloni cognovimus. Haec G. T.
'Vgl. L'Epinois S. 347. Der Nuntius in Prag schreibt am4./14. Nov. 1589 an Montalto, er bedaure, dass der Papst ungehaltendarüber war, „perche non habbia dissuaso l'Imperatore del vestire dilutto per la morte del re Henrico di Francia" (Rom, Germania 112, 589).