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3 (1903) 1587 - 1592
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244
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244 1589 261.

I. B. Hieraus ist zu merken, das der herzog von Parma den

II. könig zu Hispanien nicht gerne will allzugewaltig sehen. Et sub-Novbr. intelligitur, das ihm das maul nach den Niderlanden stinke, waa

(Florenz) der könig das haupt leget. Davon soll E. Ch. Gn. weiter mund-lichen undertenigster bericht von mir geschehen. 1

C. Damit meinet er Savoye." Mantua und Savoien stehen sehrschlecht wegen des Herzogtums Monferat und Savoien hat Mantuanach dem Leben trachten lassen, so dass dieser trotz des spanischenOrdens im Herzeu Spanien nicht anhängt; sucht durch den fran-zösischen Gesandten General der Venezianer zu werden und da-durch einen Rücken gegen Savoien zu erlangen.

D. In dieser consequenz irret der grossherzog, den ichguten grund habe, das die letzte flotte aus Indien IX milliongoldes gebracht", die der König ganz für sich behielt, gegenAssignationen an die Privateigentümer des grösseren Teils. DieGesuche um Darlehen gehen,wie ich dem grosshofmeister widergeschriben", darauf, entweder den italienischen Fürsten, wie vor-mals Genua, allgemach die Schwungfedern auszurupfen oder, fallssie abschlagen, sie zu hindern andere damit zu unterstützen, be-sonders gegen Savoien,weil er wol weiss, das die italienischenfursten ihm nicht grün sein; mag auch villeicht von der sachenvon welcher E. Ch. Gn. ich bericht getan, als ich das erste malbei E. Ch. Gn. gewest, etwas in dem winde vernommen haben. 1Den der könig aus Hispanien wendet mehr auf kundschaft alsalle potentaten in und ausserhalb der Christenheit miteinandernicht tun."

E. Nach der Entleibuug der Guisen liess der verstorbeneKönig Lothringen, damit dieser sehe, dass der K. nicht, wie dieFeinde verbreiteten, das ganze Haus Lothringen ausrotten wolle,anbieten, dessen ältesten Sohn zum Gubernator von Metz, Toulund Verdun zu machen, gegen Versicherung von Vater und Sohnsolches nicht von der cron Frankreich zu wenden". 3 So oderähnlich müsste auch jetzt zwischen dem K. und Lothringen gehan-delt werden. Bleibt Lothringen auch nur neutral, so kann dieLigue keinen Bestand haben;derhalben I. Mt. des herzogs vonLotringen freundschaft mehr frommens als Lotringens verderbungeund verherunge nutz oder aufnehmen bringen mag. Und solchessage ich mehr Teutschland und Frankreich zum besten als Lot-ringen", obwohl dem Herzog wegen vielfach erzeigter Gnade mitallem gutem Willen zugetan. Lothringen kann mit Hülfe desniederländisch-spanischen Kriegsvolks seine Ptätze wohl vor demdeutschen Kriegsvolk des K. verteidigen und so wird leider vielWasser zu Tal fliessen, ehe der K. mit seinem französischen VolkLothringen überziehen kann. Je mehr Feinde der K. hat, je lang-

1 Vgl. A. Laugel in der Eev. des deux mondes 111.72(1885),S. 192f; 197; über frühere Gerüchte dieser Art Mem. de MornayMSuppl. S. 130; 132 (Sehr, von Duplessis M. vom 13. und 18. Okt. 1588);Fea, Alessandro Farnese (Turin 1886) S. 316 ff.

a Vgl. No. 264.

0 Vgl. de Croze II, 184f.