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3 (1903) 1587 - 1592
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261. 1589 243

die Todfeinde ihres Hauses zu hindern; dann habe sich Navarra Lstets als sein Todfeind bewiesen, durch Verheerung seines Landes 11.ao. 87, Beschützung der von Bouillon, Verläumdung Lothringens Novbr.beim verstorbenen König u. s. w. Trotzdem ist der Vater jetzt (Florenz)den fortgesetzten Bemühungen des Grossherzogs nicht mehr ganzunzugänglich und der Sohn wird sieh hoffentlich auch dazu bewegenlassen. Dagegen verspricht sich der Grossherzog auch, dass Navarrasich nicht weigern werde Lothringen die nötige Versicherung undEntschädigung (vorgenugung") zu tun. a Sie schicken jetzt des-wegen zu Lothringen, mit der Nachricht, dass Mayne zu Rom diekönigliche Autorität zu erlangen sucht. ,,So melden wir ihm auch,was ihr uns S. Gn. belangent geschriben, und wie entlichen seineusserst verderben ihm vor der tur stehet, wo er nicht der Liguesich bei Zeiten entschleget." Lenoncourt war zu Romper farcomplimenti" und willigte im Namen seines Herrn in die Erhebungdes B. von Metz zum Kardinal; dies geschieht auf Bitten derGrossherzogin, die ihren Bruder in der Nähe haben möchte; derYaterwird dann auch eher den andern Sohn zurückfordern. Lenon-court hat mit Fingern greifen können, dass die Ligue hiezulandnicht viel zu erwarten hat. 1 Sie glauben nicht, dass Lothringenden spanischen Orden annimmt (wovon nur Seh. berichtet). GegenNavarra wird sich der Grossherzog keineswegs aufwiegeln lassen,denn die Verschiedenheit der Religion bedingt durchaus keine Feind-schaft zwischen ihnen. So steht ja der Grossherzog auch in gutem Ver-nehmen mit dem Kf. von Sachsenund ist entlichen dahin entschlossen,höchste und vertrauliche freundschaft mit ihm zu pflegen, ob siegleich nicht einer religion sein", was nur in Glaubenssachen, nichtaber in weltlichen Sachen in Betracht kommt, wo er sich nach demBesten seiner Lande und Leute richtet. Der Grossherzog verzweifeltnoch nicht daran, dass Navarra den katholischen Glauben annehmensolle; beim Papst sind trotz der gegnerischen Praktiken die Wegedahin gerichtet, dass er den König nicht abweisen wird. b Selbstwenn Navarra nicht katholisch würde, zieht der Grossherzog diefranzösische Kronein eines verstendigen, tapfern und streitbarenköniges henden" einer Zerreissung des Königreichs vor, die nichteinmal die Ketzerei aus Frankreich verjagen würde. Seh. mögedie protestantischen Kff. und Fürsten über die Gesinnung undAbsichten des Grossherzogsabsolute" versichern, der sich dabeiversieht, Sachsen werde diese seine Deklarationso prudenter undvertraulich 1 ' behandeln, dass ihm der Papst und Spanien nicht indie Haare gebracht werden;den sein gut treu teutsches herzwerde ihm sonsten übel belohnet werden' 1 . Sie haben hier (wieauch in Spanien) nunmehr die Trauer wegen des Ablebens desKönigs angelegt. 0

XL novemb. stilo novo".

[Bemerkungen Schombergs.]

A. Nota des koniges aus Hispanien grossen eifer die catholischereligion in Frankreich zu conserviren.

Li.C.VJ.

1 Vgl. S. 217 A. 1; über die Werbung des Kardinals Lenoncourt

in Rom für Lothringen L'Epinois S. 350 f; Desjardins V, 67 f: 71.

tc*.