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L bringend Der Legat ist hier vom Grossherzog als Gesandter des11. Papstes und langjähriger Diener dieses Hauses hochgeehrt worden 1Novbr. trotzdem denkt der Grossherzog nicht daran für die Ligue Geld(Florenz)beizusteuern oder sich sonst dieser Legation anhängig zu machen;der Papst hat auch gar keinen Versuch mehr gemacht. Seh. kannaus den bewussten zwei Diskursen ersehen, dass der Grossherzognicht im Geringsten der Ligue zugetan ist; vgl. die Klagen desPapstes und der Diener Spaniens zu Rom über sein Eintreten fürden verstorbenen König „es occasions passees" und die seitherigenwiederholten Warnungen des Papstes vor der Ligue durch denGrossherzog. Deshalb kommen die zwischen der Ligue und demPapst verkehrenden Gesandten nicht mehr hier durch, nur einBuchführer von Paris Nivelle, der vergebens mit Jeronimo Gondyverhandelte und in Rom klagte, das grossherzogliche Paar habeihn nur ausholen wollen und die Grossherzogin der Ligue dieSchuld am Tod der Guisen wie des Königs, überhaupt am RuinFrankreichs und der Zerrüttung der Christenheit zugemessen. Diouhat in Rom den toskanischen Gesandten niemals besucht. 1 Die Feindeder Ligue haben also gar keine Ursache dem Grossherzog zumisstrauen. Seh. soll den Kf. von Sachsen (und andere prote-stantische Fürsten nach Sachsens Gutdünken) hierüber beruhigenund Sachsen versichern, dass nicht nur der Grossherzog, sondernauch Mantua, Genua und Parma b weder mit Geld noch mitVolk der Ligue Beistand leisten werden. Der Grossherzog glaubtauch, der Papst werde, wenn man dem Bock recht an die Hörnergreifen würde, die Fäuste auch nicht tief in den Beutel stossen.Ferrara vermied eine mündliche Besprechung mit dem Legaten trotzpäpstlichen Ersuchens. Venedig steht ohnedies gut mit Navarra,so dass die Ligue nur von Spanien und Savoien Hülfe erwartenkann. Der letztere ist von geringer Macht und eigennützig; dererstere selbst in seinen eigenen Anschlägen nicht mehr so hitzigund beharrlich, geschweige denn für andere Leute; er suchtekürzlich beim Grossherzog um ein Darlehen von 500 000 W nach,bei Mantua um 300 000, beides vergebens. Mantua braucht seinGeld selbst für allerhand bevorstehende Fälle. 0 Bei Ferrara solles ebenso gegangen sein. Spanien hat also nicht so viel Geld alser wünschte 3 und mehr „entreprises", die es durchführen muss cund die Millionen erfordern. Welche Mühe sich der Grossherzoggab Lothringen zur Neutralität zu bereden, hat Seh. bei seinemhiesigen Aufenthalt gesehen; dies ist seit Seh. Abreise fortgesetztworden. Beim Eintreffen der toskanischen Briefe in Nancy waraber der marquis Du Pont bereits der Ligue zugezogen. Loth-ringen erklärte dies brieflich aus folgenden Ursachen. Einmal habeer es für schimpflich bei allen Katholischen gehalten seinen Sohnan der Unterstützung seiner Blutsfreunde in einem Rel. Krieg gegen
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e „Nota, kegen Engeland."
1 Vgl. über die Sendung des commandeur de Diou sowie Nivelle'snach Rom L'Epinois S. 342 ff; Hübner II, 247.