241-242.
1589
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mit G-. H., der die Grafschaft an Parma selbst ablassen und J. C.in der Erbforderungssache ernstlich requiriren will, „und sollendie requirenten fast frembde fursten, graven und herren sein."Teilt seine Korr. mit G. H. mit und bittet um Gutachten, wie diesensorglichen Handlungen wirksam abzuhelfen. „Dan wir die Sachendermassen beschaffen befinden, das man ein bissle über not essenmuess." Will selbst zu G. H. gehen. 1
Ma. 545|4 f. 417. Or.
242. Der Nuntius Priuli an Montalto. 7.
Schomberg, der Montag nach Lucca reiste, „e partito ancora g ept 'b rdi lä per ritirarsi in Alemagna, quando (in certo luogo per il camino, F .dove ha messo Tordine che sia l'avviso) non trovi commissione delduca di Lorena, che passi al suo servitio in Lorena, nel quäl casopasserä subito al servitio di esso duca di Lorena." Seh. würde gern vonFlorenz nach Rom gegangen sein, fürchtete aber, „che il cardinale diSans non gli facesse fare qualche burla, havendo esso in Francia (per pa-role passate) fatto dare delle bastonate ad un fratello di esso cardinale.Et mi 'pare ancora, che per ciö non si habbia fidato di tener il
1 Vgl. No. 208. lieber die Erbforderungsansprüche G. H. an Kur-pfalz und ihre Betreibung seit 1567 vgl. Patriot. Archiv XII, 13 ff;Gümbel S. 77 f; über den Diffamationsprozess von Kurpfalz und J. C.gegen G. H., der seit 1583 am K. G. schwebte und am 22. April 1589zu Ungunsten der Kläger entschieden worden war, P. Ar eh. XII, 43 ff.Am 2. Juli erklärte G. H. dem Pf. Johann, dass er wegen der Lösungvon Pfalzburg mit dem K. von Frankreich in Unterhandlung stehe unddem Abschied zu Bergzabern (vgl. No. 187 A. 2) nicht nachkommen könne;er wollte seiner Erbansprüche wegen Kurpfalz nicht die Lösung ge-statten. J. C. parirte das Urteil des K. G. durch eine an G. H. ge-richtete Requisition bezüglich des einzuschlagenden Austragsverfahrens(P. Aren. XII, 50; 56 f.), während Würtemberg , dem sein unruhigerSchwiegervater allmählich „ein dorn in äugen" geworden war, mitNeuburg über endliche Abstellung dieser unerträglichen Verhältnisseverhandeln Hess; ein würtembergischer Gesandter teilte den neuburgischenBäten „sub rosa" mit, einige würtembergische Räte hielten es für denbesten Ausweg, „das dieser herr an ein Verwahrsam ort getan werde" ;es müsste ja nicht gerade Hohentwiel oder Asberg sein; G. H. könntedort alle Notdurft, auch Gesellschaft haben und seine Künste und Al-chemie treiben; ihrem Herrn hätten sie aber zunächst davon nichts gesagt.Die Neuburgischen waren ebenfalls der Ansicht, dass ohne eine Ver-wahrung G. H. alle seine Vorschläge u. s. w. nur „ein bloses spiegel-fechten" bleiben würden; der Würtemberger riet, dieses „extremummedium", das schon früher angeregt (vgl. II. 240 A. 4; 282 A. 2;302 A. 1; 310) und ohne den Widerstand seines Herrn auch angewendetworden wäre, zu ergreifen und, nachdem es geschehen, den Kaiser zubeschicken (Mb. 327/26, neuburg. Beratung 27. Sept.; neuburg. Gutachtenfür einen Konvent zu Heilbronn, den Neuburg und Würtemberg in einemGesammtschr. an J.C. vom 29. Sept. anregten). G. H. hatte inzwischen,nachdem Reichard ebenfalls vergebens persönlich mit ihm verhandelthatte, die kurpfälzische Requisition mit einer Gegenrequisition beantwortet(P. Ar eh. XII, 51 ff.), „also das die Sachen uf allen tailen sich ganzbeschwerlichen ansehen lassen" (Reichard an Pf. Elisabeth von Veldenz,24. Sept. Mb. a. a. 0.), und Reichard gegenüber mit Krieg gegenKurpfalz gedroht,