222 1589 239—241.
Eemetant au bon advis et jugement de mes dictz sieurs lesprinces de choisir telz chefz et cappitaines qu'ilz jugeront estre äpropos pour la conduite de la grande armee, 1 dont mes dictz sieursse resouldront, s'il leur piaist, au plustost pour eviter la longueurqui n'est pas de moindre prejudice que la nullite du secours.
Faict* ä Heidelberg, le jour et an que dessus.
N. de Harlay Sancy.*
Ma. 54516 f. 149. Or. (pr. 29. Aug.)
31.August 240. Landgraf Wilhelm und Landgraf Ludwig an
Ludwig von Würtemberg.
Auf Würtembergs Sehr, vom 14. August. Haben von diesenneuen Mähren sonst nichts gehört, auch kürzlich einen GesandtenLothringens in Privatsachen bei sich gehabt, der gerade das Gegen-teil vorbrachte; können nicht glauben, dass ein so frommer undweiser Herr derart gegen grosse Herren und nahestehende Freundebeim Papst vorgehen sollte; selbst wenn Lothringen dazu verleitetworden wäre, hätte er doch den Sachen eine bessere Farbe ange-strichen und wäre nicht so mit der Türe ins Haus gefallen. Be-dauern die übereilte Mitteilung an den Kaiser; eine kais. Inter-pellation Lothringens nebst Aufforderung den Autor zu nennen kannmerkliche Verbitterung und grosse Weiterungen herbeiführen. 2
Marb. Frkr. 1589. II. Copp.
6. Septbr. 241. Pfalzgraf Reichard an Johann Casimir.Simmern
Die von Pf. Georg Hans beabsichtigte Alienation der Graf-schaft Veldenz an Karl von Mansfeld, Gouverneur zu Luxemburg,oder dessen Schwiegersohn Verdugo. Gespräch Dietrich Weiher's
* Von üancy's Hand.
1 Am 5. Sept. schreibt Pf. Eeichard an J. C, die französischenGesandten, mit denen J. C. wohl abgeschlossen habe, hätten auch seinerPerson an etlichen Orten gedacht; da er aber von J. C. über die be-wusste Sache nichts mehr gehört habe, nehme er an, man werde seinernicht bedürfen. Am 14. bept. schreibt J. C. an R., Sancy habe sichwegen einer eilenden Hülfe von 3000 Pferden mit Dommartin, Dohnaund „Frentz de Schlanders" eingelassen, und erbietet sich mit S. zuhandeln, falls B. den Befehl über eine so geringe Zahl übernehmenwolle; er hatte dies R. am 8. Sept. widerraten, obwohl er damals dieZahl auf 4000 Reiter und 2000 Knechte angab (Ma. 545/6).
2 Ueber die angebliche Werbung eines Lothringischen Gesandtenbei Sixtus V., die Würtemberg am 14. August nicht nur verschiedenenprot. Fürsten, sondern auch dem Kaiser mitteilte, vgl. Stieve in den^.bh. der Münchener Akademie, III. Klasse, XV. 1 (1879), 13 A. 1;Gott. Gel. Anz. 1900 S. 540 A. 2. Abschriften des Pampbiets z. B.Bm. Cod. lat. 10415 und 10427, Wien, Hotbibl. cod. lat. 8880. Am31. Aug. teilt es L. W. J. C. mit (Ma. 545/6). L. Ludwig vollzog dasobige Gesammtschr., meinte aber in einem Sehr, an L. W. vom 7. Sept.,Würtemberg müsse doch ganz sicheren Bericht gehabt und man solleein wachsames Auge darauf haben,