Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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214
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214 1589 231-232.

10- 231. Schomberg an Haas Wolf von Schönberg.

20.August Musste duroh „Provintz" und zur See nach Italien, da die Liga

Florenz j nm a i] e "Wege verlegte. 1 Will in Kurzem bei ihnen sein und bittetdies „mons r Baradat und Milchen [!] zu verstendigen, auch M. Gn.H. undertenigst zu vermelden"; der Kf. möge es weiter an denLandgrafen gelangen lassen. Gerücht, der König sei ermordet;glaubt es nicht.

Ma. 545|6 f. 221. Cop.

11.August 232, Johann Casimir an Landgraf Wilhelm.Heidel-

erg Tod des K. von Frankreich gewiss. Was haben hienach erst

die vom Papsttum Abgesonderten zu erwarten? Die unerhörteFelonie exemplarisch zu rächen. Der Abfall mancher bisher kgl.Papisten von Navarra zu befürchten, besonders ohne ausländischeHülfe. W. möge für die Uebertragung der für den verstorbenen K.bewilligten Hülfe 2 auf den Nachfolger, und zwar etwas reichlicher,da die Gefahr grösser als vorher, sowie für die sofortige Verwirk-lichung dieser Hülfe eintreten. Nicht auf die kgl. Gesandten zuwarten; an genügender Versicherung von Seiten des K. nicht zuzweifeln. Bittet um rasche Antwort „dan diese sache uns dermassenangelegen, das . . dieselbe mit uns, wie man.zu sagen pflegt, nieder-gehet und aufstehet. Der allmächtig gott wolle allenthalben dieherzen der vermögenden und die äugen bei zeiten uns auftun,damit nicht schlafend überfallen werden". . . .

Marb. Frkr. 1589. Or.

1 Vgl. No. 194; 198. Am 23. Apr./3. Mai hatte Seh. aus Tours an Pf.Johann geschrieben, wegen der Hülfe an Geld und Volk für Heinrich III.und als Termin für Lauf- und Anrittgeld den 1. Juni gesetzt, „danslequel jour ou peu de .jours apres j'espere me rendre (et par mer) äCassel" (Ma. 545/5f. 205, Cop; auch in Dr. und Str. Copp.). Über seineReise vgl. deThou, memoires (Petitot 1,37; 417 ff; 439). Am 20./30. Aug.schreibt er, seit dem 16./26. Aug. über den. Tod seines Herrn vergewissert,an drei kgl. Agenten in Frankfurt, Perrot, Charron und jLe Roux, erwolle übermorgen abreisen, über Venedig nach Prag und dann an densächsischen Hof; Briefe an ihn seien durch einen Kaufmann Kuchen-meister in Leipzig seinem älteren Bruder (Hans Wolf) zuzuschicken; erhoffe in 7—8 Wochen dort zu sein, könne aber ohne inzwischen ein-getroffene „resolution de France" nichts machen, da seine Vollmachtenjetzt erloschen seien (Ma. 545/6 f. 263, Cop.).

2 Am 31. Juli hatte L. W. seinen Rat Georg von Meysenbug anL. Georg, J. C. und Würtemberg abgefertigt. Nach einer Instr. j. C.für seinen an Philipp Ludwig abgefertigten Rat Bernhard von Hövelvom 17. Sept. (Ma. 545/6 f. 240, Or.) teilte M. mit, L. W. wolle40000 Taler und ein Ungenannter (Sachsen) den Rest an einem Gesammt-betrag von 150000 fl. vorstrecken; J. C. möge mit Pf. Philipp Ludwig,Pf. Johann und M. Ernst Friedrich 100000 Taler zusammenschiessen.M. überreichte seine Beglaubigung zn.Neuschloss am 5. Aug. ^nd^schriebam 14. Aug. aus Heidelberg, J. C, der nach Germersheim verreist war,um mit Pf. Johann und M. Ernst Friedrich von der gleichen Sache zuhandeln, habe durch den Kanzler Reuber geantwortet, bei dem jetzt fürgewiss geltenden Tod des Königs müsse man die Übertragung des Be-