229—230. 1589 213
Sancy, que j'anvoye vers vous et vers tous les prynces du St. Empyre,vous fera plus partyculyerement antandre le besoyn que j'en ay,esperant neantmoyns avec l'ayde de dyeu, qu'un pront secours medonera de qoy conserver l'avantage, que j'ay sur mes anemys, enatandant q'une bone et grande armee nous an face antyerementavoyr la r6son. Je vous prye vous y anployer selon la confyanseque j'ay an vous, et croyre le dyt s r de Sancy comme raoy-mesmes,qu'y prye dyeu, mon cousyn, qu'yl vous conserve.Vostre hon cousyn Henry".
Jla. 545|6 f. 15d. Eigh. (pr. 29. Aug.)i
230. Jobann von Trier an Kardinal Montalto. __A_
14.
Auf M. Sehr, vom 15. April. Die Klagen über Gefährdung Au 8 ustder Wormser Kirche durch die häufige Abwesenheit und das Alter Wittlichdes Bischofs und durch das Trachten der benachbarten Ketzer nachden Kirchengütern. Die Klage gegen den B. nicht begründet. Esist bekannt, dass die Residenz seiner Vorgänger, Ladenburg, nureine Meile vom Sitz der Pfalzgrafen Heidelberg entfernt ist, dieEinwohner des zur Hälfte pfälzischer Gerichtsbarkeit unterstehendenStädtchens Kalvinisten sind und die Hauptkirche schon unter B.Dietrich von • dem altern Pfalzgrafen gewaltsam weggenommen wurde,so dass nur ein „sacellum aedibus episcopi contiguum" übrig blieb,„in quo sacramenta catholico ritu et non raro cum periculo admini-strantur.. . Quod cum praeterita aestate ipse dux Casimirus recludifecisset, episcopus camerae imperialis mandato immunitati restituitet ut sacra ibidem deineeps fierent (quibus tarnen cives sub graviin transgressores constituta poena interesse non possunt) obtinuit".Der B. konnte deshalb nicht in seiner Residenz weilen, ohne täg-lich schwere Bedrängniss zu gewärtigen, und hat gegenüber derMacht seiner Widersacher keine andere Waffe als die Mandate desK. G., „inde consequutam indignationem et sustinere et pro necessi-tate declinare oportere". Daher hat er auf die Nachricht, dass derB. jede Woche oder doch alle 14 Tage nach Ladenburg komme,um seines Amts zu warten, mit andern katholischen Nachbarfürstenden B. zur Vermeidung schlimmeren Unheils vor einem so häufigenBesuch der Stadt, gewarnt. 2 ....
■Koblenz, Staatsarchiv Trier, Aa. 2, Verh. zu Rum 1551—1600. Conc.
1 Sehr, des K. an Sachsen vom 29. Juli/8. Aug. Lettres miss.TU, 10 f (Dr. 9305, Or.); an Johann Georg von Anhalt vom 7. und 8. Aus.Beckmann IT, 213; ein Sehr, an Sachsen vom 4./14. Aug. Dr. a. a. O.eish; vom 17./27. Aug. an Christian IV. von Dänemark, Lettres III,31 ff. — J. C. und Pf. Johann sandten dem K. am 15. Aug. aus Friedrichs-liühl gemeinsam Kondolenz, Glückwunsch und Bitte um Abfertigung vonBevollmächtigten (Ma. 545/6 f. 71).
*» 2 Vgl. hiezu Kluckhohn, Br. Friedr. des Fr mmen I, 76 ff; 577A.2; Pa'piers de Granvelle VIII, 666; IX, 116; Ehses 1/2, 272f;Häher'lin XV, 108 ff. J. C. vermerkt in seinem Kalender zum 7. Juli1588: „die gesandten von Wurms furgehabt".