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233. Jean Durant an Johann Casimir. 16.August
Heidel-Chandien bittet um rasche und befriedigende Abfertigung des bergHerrn des Reaux. Setzt dies' bei der Wichtigkeit der französischenSache voraus; „car si le pape perdoit l'appuy de la France, ildeviendroit bientost papillon, c'est ä dire petit pape". D. R. hatSchomberg im Daulphine gelassen „pour la grande difficulte despassages"; fürchtet, „qu'il ne coure fortune, ou bien (ce que j'oseraysecrettement dire ä V. Alt.) qu'ayant ouy la mort de son maistre,il ne face quelque part une bonne pose, pour veoir quelle partiesera plus forte." Sehr. Lothringens an die von Langres; „le dictduc a bien envie de se faire roy de France, mais il joue ä se faireduc sans terre;" schützt die Erhaltung der Religion vor. WirdD. R- Ankunft J. C. melden und denselben, wenn dies gewünschtwird, begleiten, „m'assurant que .j'esclarciray V. Alt. de beaueoupde choses qu'il pourra proposer". 1
Ma. 545|6 f. 90. Eigh. (pr. 19. Aug.).
234. Andreas Pancratius an Pfalzgraf Philipp 16.August
Ludwig. s P eier
J. C. ist zu Friedrichsbühel; dieser Tage waren der frühereKf. Gebhard und der Graf von Neaenar zu Neuschloss und Schwetz-
willigten auf Navarra bei den 'beteiligten Fürsten anregen und im Be-jahungsfall sofort die Frage des Feldobersten und der Truppenzahlregeln; J. C. wolle eventuell England und die Niederlande um Geld-hülfe ersuchen. Am 21. Aug. schrieb J. C. an L. W. aus Mannheim indeichen) Sinne, mit dem Beifügen, er stehe im Werk mit PhilippLudwig, Johann und Ernst Friedrich das Seinige dabei zu tun. Würtem-berg sollte laut der Instruktion Meyseubugs mit Hinweis auf diefranzösische Unterstützung seines Vaters und Grossvaters zu einer Bei-steuer von 50000 Talern aufgefordert werden. Am 4. August berichteteDr. Meckbach aus Berlin an L. W. über seine Werbung bei M. GeorgFriedrich, der erklärte sich wie sonst in dgl. Sachen der Mehrheit an-schliessen zu wollen; Magdeburg habe Dlrich von Mecklenburg, derzuerst „ex Flaccianorum opinione" die Calvinisten für gefährlicher er-'klärte als die Papisten, zu der Zusage gebracht sich.bedenken zu wollen,und auch mit dem Kf. seinem Vater verhandelt, der aber nur verspraches nicht hindern zu wollen. Magdeburg wolle Meckbach zu Heinrich Juliusschicken und ausserdem den Erzb. von Bremen, Holstein, Lüneburg er-suchen lassen (Marb. Frkr. 1589; Ma 545/6).
1 Am 15. Aug. schreibt Durant an den jKammersekretär HeinrichPelen, nach Chandieu's Bericht habe Des Reaux noch seine Papiere zuerwarten, die er?wegen der Schwierigkeit seiner Reise auf andrem Weggeschickt habe; „quant ämoy, j'eusses mieulxfaimfe mourir ämon retourde France [vgl. S. 198 A. 2] que de charger un autre que moy des papiersde mon! maistre,mais c'est tousjours'la coustume que les plus sages föntles plus lourdes faultes". Seh. und D. R. hätten sich im Dauphinegetrennt, um sich in Deutschland wieder zu treffen; Seh. würde demnachüber Montbeliard 'oder Lothringen gegangen, also nicht, wie ihm Pf.Johann'schrieb, am 25. Juni in Leipzig angekommen sein. Er würdeD. R. gern zu J. C. begleiten und bittet P. dies bei J. C. zu erwirken,aus vielen Gründen, „lesquelles pourrez aisement penser" (pr. 19. Juni [!]zu Mannheim, ebd. 515/5 f. 295, eigh.).