212 1589 228—229.
Stützung des K. von Frankreich sehr erfreut war. Jetzt nach derErmordung des Königs werden voraussichtlich die Fürsten ihrenZug zur Unterstützung seines Nachfolgers und damit auch zurSicherung ihrer eignen Staaten um so ernsthafter in Angriff zunehmen, „qui en une mesme cause nepeuvent que courir une mesmefortune". Je grösser die Ehre ist „que dieu nous a faict et ä toutola chrestiente en establissant le dict roy au siege et throne d'unsi grand et si puissant royaulme", um so mehr müssen die von Gottzur Erkenntniss seiner Wahrheit berufenen Könige und Fürstenalle ihre Mittel gegen die „Ligeurs" aufbieten und zu diesem Zweckebenfalls ein enges Bündniss unter sich schliessen. J. C. möge sicherinnern, dass nächst der Königin „il n'y a prince au monde tanthayi et ä qui les dicts Ligeurs veulent pis qu' ä V. Exe", unddaher die andern Fürsten nach Kräften antreiben. Sobald die täg-lich erwarteten Nachrichten vom König eintreffen, wird die Königineinen für Verhandlung und Abschluss bevollmächtigten Edelmannzu J. C. und den anderen Fürsten abfertigen. 1 Genf zu unterstützenist die Königin wegen der grossen Auslagen im vorigen und indiesem Jahr nicht in der Lage, da sie fortwährend gegen Spanienauf der Hut und auch auf die Erhaltung des K. von Frankreichbedacht sein muss, 2 Sie dankt J. C. „infiniement" für die Verhaft-ung und das Verhör eines gewissen Belamy und bittet um dessenAuslieferung zu Händen Zulchers oder eines anderen Vertrauens-manns, der ihn auf der nächsten Frankfurter Messe dem Gouverneurder englischen Kaufleute zu „Stoad" zum Transport hieher über-geben kann. 3
Ma. 54516 f. 86. Or. (pr. 18. August).
14.August 229. König Heinrich IV. an Johann Casimir.
Senlis
„Mon cousyn! Les bons ofres que vous aves cy-devant fayts
en faveur des afayres du feu roy monseigneur et fröre contre sesanemys, fait ass6s conoistre l'afectyon que vous aves au byen deceste couronne, laquelle je m'assure que vous ne dymynuerös pasan mon androyt, ayant jusqu'ycy rendu tant de preuve de vostrebonne volonte an mon partyculyer, qu'yl n'y a prynce dontl'amytye me soyt sy asseuree. Je vous prye, mon cousyn, anfayre conoystre les efets an ceste ocasyon selon ce que le s r de
1 Damit hatte es noch gute Weile. Erst nach langwierigen Ver-handlungen mit den Gesandten Heinrichs IV. Beauvoir-Lanocle und deFresne-lanaye, im Herbst und Winter 1589 (vgl. Lettres missivesIII, 54 f; eOf; 120f; 97; 133 A.3; Kymer III, 12 f; Anquez S.80)ent-schloss sich Elisabeth zur Abfertigung Pallavicino's an die deutschenFürsten; s. u. Vgl. No. 237.
2 Vgl. No. 219.
3 Vgl. hiefür weitere Belege Gott. Gel. Anz. 1900, S. 527 A. 1;am 25. Sov. wurde B. in der Tat in London verhört. Am 5. Sept. bittetJ. C. den L. Wilhelm um Zulassung des Transports des Gefangenendurch hessisches Gebiet; B., „so in unser hofkammer", sei als verdächtigexaminirt worden und es habe sich gezeigt, dass er bereits aus der Haftder K. von England entkommen war (Marb. Pfalz, Or.).